Böse Zungen behaupten immer wieder, Bielefeld existiere überhaupt nicht. Der ohnehin reiselustige Musicalfan weiß es allerdings besser – lockt ihn von dort doch schon seit Jahren einer der strahlendsten Sterne am deutschen Musical-Firmament ins städtische Theater. Vor allem seit William Ward Murta dessen musikalische Leitung übernommen hat, braucht man sich, was die Qualität der Produktionen angeht, vor dem Broadway nicht zu verstecken.
Etwas überraschend ist es schon, dass Thomas Grünfeld, der zu den wichtigen Objektkünstlern hierzulande zählt, im Leverkusener Museum Morsbroich tatsächlich zum ersten Mal in einem Museum in NRW ausstellt. Grünfeld wurde 1956 in Leverkusen geboren, er hat seine Studienjahre in Stuttgart verbracht, wohnt seit langem in Köln und lehrt seit 2004 als Professor an der Düsseldorfer Kunstakademie.
Südafrika am Ende des 19. Jahrhunderts: Inder werden als billige Fremdarbeiter ausgenutzt und wegen ihrer ethnischen Herkunft diskriminiert. Ihre Lage bessert sich erst, als der junge Rechtsanwalt Gandhi zum gewaltlosen Befreiungskampf aufruft.
Das Arp Museum Bahnhof Rolandseck zeigt einen Querschnitt durch das Werk C.O.Paeffgens. Bis zum 1.9. sind die für Paeffgen typischen „Umrandungen“ ebenso zu sehen wie die „Umwicklungen“ – mit Draht umwickelte alltägliche Fundobjekte.
Er gehört mit zu den Lieblingsballetten der Deutschen, der allweihnachtliche „Nussknacker“. Doch für die Version der Hamburger Choreografin Antje Pfundtner bildet er nur die Matrix für einen ganz persönlichen choreografischen Blick der Kindheitserinnerung. Diese ungewöhnliche Inszenierung, die auch hervorragend in den Sommer passt, ist eines der choreografisch-tänzerischen Highlights, die das Bühnenprogramm des Tanzkongress 2013 in Düsseldorf bietet.
Es ist ein Abschied im Triumph, den Essens scheidender Intendant und GMD von seiner Aalto-Oper nimmt. Und es ist ein nahezu perfekt gesetzter Schlusspunkt nach erfolgreichen 16 Jahren. Stefan Soltesz dirigiert seine letzte Neuinszenierung mit dem letzten Werk Richard Wagners, dem „Parsifal“.
Neulich, nach einem Konzert in einer eh schon intimen Bar, bin ich auf einer noch intimeren Party in einer Altbau-WG gelandet. Stuck und Parkett hatten ein wenig Patina, die Gäste nicht. Trotzdem herrschte Stille, kein Flüstern, kein „Hey, wie geht’s?“.Der Grund dafür befand sich im Nebenzimmer: zwei Musiker. Sie an der Violine, er an der Akustikgitarre,und Gesang. Keine Verstärker, keine Mikrofone.
Wenn man in einem Zeugnis liest „Er hat sich redlich bemüht ...“, dann heißt das im Klartext, dass es eben doch nicht ganz gereicht hat. So ist es auch mit dieser mit großem, persönlichen Engagement und für einen guten Zweck – der Erlös geht an soziale Einrichtungen – produzierten Musical-Aufführung der Düsseldorfer „Creative Arts Group e.V.“
Fazil Say ist ein international agierender klassischer Pianist, der auch Ausflüge in den Jazz oder in ethnologische Konfrontationen sehr schätzt. Er ist aber auch ein sehr politischer Mensch, der sich stets verbal mit allen anlegt, die ihm an die Freiheit wollen. „Leben! Wie ein Baum, einzeln und frei und brüderlich wie ein Wald, das ist unsere Sehnsucht.“
Ein gemütlicher Dreivierteltakt suggeriert Normalität. Brigitte und ihr jüngerer Freund Moussa stehen in einer kreisrunden Wandöffnung. Vereint, vertraut, seit Jahren. Irgendwo in einem europäischen Land. Doch der Schein trügt. In streng nach vorne gesprochenen Monologenumschreiben sie ihre Beziehung, und das klingt nicht gut.

Weg der Erleuchtung
„Awakening“ an der Oper Bonn – Oper in NRW 03/26
Mit Flöte und Balafon
Jakob Manz European Jazz Night in Köln – Improvisierte Musik in NRW 02/26
Irrlichterndes Begehren
„Le Nozze di Figaro“ an der Oper Köln – Oper in NRW 02/26
Gleichheit und Freiheit
„Grund und Boden“ in K21 in Düsseldorf – Kunst in NRW 02/26
Frischer Wind
Louis Philippson im Konzerthaus Dortmund – Klassik an der Ruhr 02/26
Nie erkaltender Stoff
„I Capuleti e i Montecchi“ in der Kölner Philharmonie – Klassik am Rhein 02/26
Keine Entspannung
Kulturmanagerin Mechtild Tellman über die Zukunft des Tanzes – Tanz in NRW 02/26
Spiel mit der Psyche
Hofesh Shechter gastierte mit seiner Tanzkompanie in Köln – Tanz in NRW 01/26
Ab in die Hölle
Zwei Opern mit Bezug zu Dantes „Inferno“ in Gelsenkirchen – Oper in NRW 01/26
Hymne an Liebe und Toleranz
„Der Barbier von Sevilla“ an der Oper Bonn – Oper in NRW 01/26
Aus der Perspektive
Ingrid Wiener im Marta Herford – Kunst in NRW 01/26
Väter und Söhne
Christoph und Julian Prégardien in Dortmund und Köln – Klassik an der Ruhr 01/26
Dirigat mit Temperament
Konzerte mit dem neuen Kölner GMD Andrés Orozco-Estrada – Klassik am Rhein 01/26
Völlig natürlich atmen
Gitarrist Bill Frisell im Dortmunder Domicil – Improvisierte Musik in NRW 01/26
Vom Ausstellen
Hans-Peter Feldmann im Kunstpalast Düsseldorf – Kunst in NRW 12/25
Internationales Silvesterfest
Künstler von drei Kontinenten begegnen sich in Köln – Klassik am Rhein 12/25
Bach mit E-Gitarre
Das Ensemble Resonanz in Köln und Dortmund – Klassik an der Ruhr 12/25
Orgeltrio mit frischem Sound
„Deadeye“ im Kölner Stadtgarten – Improvisierte Musik in NRW 12/25
Tanz schärft die Sinne
IP Tanz feiert 30. Geburtstag – Tanz in NRW 12/25
Liebe überwindet den Tod
„Orpheus und Eurydike“ am Gelsenkirchener MiR – Oper in NRW 12/25
Ein letzter Gruß
Das Hagen Quartett verabschiedet sich vom Kölner Publikum – Klassik am Rhein 11/25
Ein vergessener Streik
„Baha und die wilden 70er“ am Kölner Comedia Theater – Musical in NRW
Wachsende Szene
Das 5. Festival Zeit für Zirkus startet in NRW – Tanz in NRW 11/25
Liebe gegen alle Widerstände
„Roméo et Juliette“ in Krefeld – Oper in NRW 11/25
Singende Fische
„Die Frau ohne Schatten“ am Theater Bonn – Oper in NRW 11/25