Solange du hier bist
Deutschland 2006, FSK 12
Regie: Stefan Westerwelle
Darsteller: Michael Gempart, Leander Lichti
Georg ist ein Schwuler, der in die Jahre gekommen ist. Ein wenig Abwechslung von seinem klar durchstrukturierten Alltag bekommt er immer dann, wenn ihn der Stricher Sebastian besucht. Alles wird aufregender, als dieser zum ersten Mal über Nacht bleibt.
Mit seiner Abschlussarbeit an der Kunsthochschule in Köln hat sich Stefan Westerwelle gleich einer der Königsdisziplinen des Films angenommen. Logistisch mag es zwar wesentlich einfacher sein, ein Stück mit zwei Personen an mehr oder weniger nur einem Ort zu inszenieren. Hinsichtlich der Dramaturgie verlangt solch ein Zwei-Personen-Stück dem Filmemacher aber einiges ab. Westerwelle setzt auf die Intimität zwischen den Figuren, die er auch stilistisch durch eine naturalistische Ausleuchtung und den sehr zurückgenommenen Einsatz von Filmmusik aufgreift. Dadurch und durch die suggestive Kameraführung macht er seine Zuschauer zu stillen, heimlichen Beobachtern einer behutsamen Annäherung. Sebastian erscheint dabei nicht weniger isoliert als Georg, der seine Einsamkeit zu überlisten versucht, indem er sich in seine Erinnerungen flüchtet.
(Frank Brenner)
„Es ist vertraut, aber dennoch spannend“
Schauspielerin Barbara Auer über „Miroirs No. 3“ – Roter Teppich 09/25
Weinende Wände
Das Filmtheater als Begegnungs- und Spielstätte – Vorspann 09/25
„Das Leben ist absurd, nicht der Film“
Regisseur Elmar Imanov über „Der Kuss des Grashüpfers“ – Gespräch zum Film 08/25
Jung-Bäuerinnen bei der Arbeit
„Milch ins Feuer“ im Odeon – Foyer 08/25
Drama, Baby?
Das Arthouse und der Schenkelklopfer – Vorspann 08/25
Gar nicht mal so stumm
Die Internationalen Stummfilmtage in Bonn 2025 – Festival 08/25
Sommergefühle
Leichte Kino-Kost im Juli – Vorspann 07/25
Im Abschiebegefängnis
„An Hour From the Middle of Nowhere“ im Filmhaus – Foyer 06/25
Fortsetzung folgt nicht
Serielles Erzählen in Arthouse und Mainstream – Vorspann 06/25
Wohnen im Film
Die Reihe Filmgeschichten mit „Träumen von Räumen“ im Filmforum NRW – Filmreihe 05/25
Der Filmfrühling ist angebrochen
Die erste Jahreshälfte startet mit bedeutenden Filmfestivals – Vorspann 04/25
Filmischer Feminismus
Das IFFF 2025 in Köln – Festival 04/25
Über die Todesangst
„Sterben ohne Gott“ im Filmhaus – Foyer 03/25
Alles für die Musik
Publikumspremiere von „Köln 75“ im Cinenova – Foyer 03/25
Schlechte Zeiten?
Merz im März und ernste Kost im Kino – Vorspann 03/25
Mit Trauer umgehen
„Poison – Eine Liebesgeschichte“ im Odeon – Foyer 02/25
Gute Zeiten
Wie lang darf ein Film sein? – Vorspann 02/25
Bittersüße Dystopie
„Ein schöner Ort“ in der Aula der KHM – Foyer 01/25
Zeit-Fragen
Symposium der dokumentarfilminitiative im Filmhaus – Foyer 01/25
Kino als Empathie-Maschine
Warum wir Kino in Zukunft mehr brauchen denn je – Vorspann 01/25
Stark durch Solidarität
„Billige Hände“ im Filmhaus – Foyer 12/24
22 Bahnen
4.9.2025
Übers Ankommen in Deutschland
„Zwischen Sein und Nichtsein“ von Leocadie Uyisenga – Film 12/24
Beule – Zerlegt die Welt
Start: 11.9.2025
Kill the Jockey
Start: 18.9.2025