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„Der Himmel über Berlin“
Foto: Presse

Ein Wonnemonat für Filmfans

30. April 2026

Neustarts und Preisverleihungen im Mai – Vorspann 05/26

Wussten Sie, dass der Mai der einzige Monat in diesem Jahr ist, der mit einem Freitag beginnt? Wenn das den Mai nicht zu einem besonderen Monat mit Alleinstellungsmerkmal macht! Nicht in den April oder den Juni, nein, nur in den Mai wird hineingetanzt. Vielerorts werden noch Maibäume aufgestellt und Maifeste gefeiert. Man nennt ihn den Wonnemonat, der alles neu macht. Im kirchlichen Kontext gilt er zudem als Marienmonat, in dem die Mutter Gottes verehrt wird.

Das in diesem Monat startende Drama „Mother Mary“ mit Anne Hathaway in der Titelrolle hat allerdings außer dem Titel nichts mit der Mutter Maria zu tun. Der Film handelt von einem Popstar, der ein Comeback anstrebt. Im Mittelpunkt steht die angespannte psychosexuelle Beziehung der Sängerin zu ihrer ehemaligen Freundin, die für die Tour ein Kleid entwerfen soll. Ein dunkler Thriller vor dem Hintergrund von Modedesign und Popmusik. Sie mögen Musikfilme? Davon gibt es diesen Monat einige mehr. Zum Beispiel der von James Cameron produzierte Konzertfilm „Billie Eilish – Hit me Hard and Soft: The Tour“ und die Musikdoku „Iron Maiden: Burning Ambition“, in der die Heavy Metal Musiker ihre Story erzählen. Auch im Biopic „Vivaldi und ich“ erklingt viel Musik; es handelt sowohl von Vivaldi als auch von einer begnadeten jungen Geigerin. Der Film hat schon mehrere internationale Festivalpreise eingeheimst.

Apropos Festival: Wer Filme liebt, schaut im Mai natürlich nach Cannes, wo vom 12. bis zum 23. insgesamt 23 Wettbewerbsfilme um die begehrten Palmen konkurrieren. Auch hier bei uns gibt es im Mai begehrte Filmpreise: Am 29. werden wieder die Lolas verliehen, in 19 Kategorien. Absoluter Favorit ist „In die Sonne schauen“ mit elf Nominierungen, gefolgt von „Gelbe Briefe“ mit neun. Simon Verhoevens „Ach diese Lücke, diese entsetzliche Lücke“ hat mit sieben Nominierungen auch gute Chancen auf ein paar Lolas. Die Deutsche Filmakademie vergibt den Preis in Zusammenarbeit mit dem Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien. Was passieren kann, wenn Wolfram Weimer sich in Preisvergaben einmischt, haben wir neulich erst aus Leipzig mitbekommen, als er drei nominierte Buchhandlungen für den Deutschen Buchhandlungspreis von der Preisträgerliste streichen ließ. Allerdings gibt es bisher keine Hinweise darauf, dass er sich bei den Lolas eingemischt hat. Michael „Bully“ Herbigs und Wim Wenders‘ Lolas stehen bereits fest: Mit über fünf Millionen Zuschauenden bekommt Herbigs „Kanu des Manitu“ als erfolgreichster deutscher Film des letzen Jahres die Lola für den besucherstärksten Film. Die Ehren-Lola geht an den aus Düsseldorf stammenden Wenders, der als einer der bedeutendsten zeitgenössischen Vertreter nicht nur des deutschen, sondern auch des internationalen Kinos gilt und mit Filmen wie „Paris, Texas“ und „Der Himmel über Berlin“ einen festen Platz im Filmkanon hat.

Welche Filme mit und ohne Auszeichnung im Kino laufen, zeigt die Übersicht auf den nächsten Seiten.

Viel Neues im Mai wünscht

Tina Adomako

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