Jörg Ritzenhoff findet Fado langweilig. Deshalb hat der Komponist für sein Projekt „fadofade“ 16 europäische Musiker aufgefordert, ein Lied im traurigen Musikstil der Portugiesen zu singen.
Was andere über mich sagen. Was ich mal werden will. Wünsche für die Zukunft. Über solche Dinge gibt man in der Schulzeit kurze Statements ab, früher in Freundschaftsbüchern, heute in Sozialen Netzwerken. Sternzeichen, Lieblingsfarbe, Lieblingsflüche – mit einem steckbriefartigen Warm-up stellen sich auch die drei Performer von Futur3 vor.
Arbeit wird wieder pandemisch. Sie frisst sich in immer mehr Bereiche hinein, die man im bürgerlichen Zeitalter davon zu befreien versucht hat. Kindheit, Freizeit, Rente – gearbeitet wird jetzt eigentlich immer. Das Brachland Ensemble blättert ein Leben durch auf der Suche danach, wie sich das mental, psychisch und körperlich niederschlägt.
Auf dem Garderobentisch liegt eine Reihe Schnäuzer zum Ankleben parat, vor dem Schminkspiegel warten Lippenstift und Ohrclips. Mit Krawatte zum Anstecken, einer dezent poppigen Brille und Lagerfeld-Zopf tritt Markus John zuerst auf die karge Bühne und spricht als Museumswärter Jussuf zu uns.
Regisseurin Judith Kriebel bringt Richters Kurzstück „Deutlich weniger Tote“ auf die Bühne.
Dass die Karnevalssession vergleichsweise kurz ist, mag der eine bejubeln, der andere bedauern: Egal, denn auch nach Aschermittwoch darf gelacht werden. Schließlich existieren eine ganze Reihe unterschiedlicher Theorien über den menschlichen Humor. Wo genau er verortet ist, haben weder Wissenschaftler noch Philosophen herausgefunden.
Wenn Feuerwehrtöpfe aufgelegt werden müssen, um Theatersterben abzuwenden, und heftige Einschnitte bei Sozialeinrichtungen und Bürgerhäusern angekündigt werden, sollten bei jedem, der sich um die Stadtgesellschaft, die hiesige Theaterlandschaft und Kultur sorgt, die Alarmglocken läuten.
Die Siegerjustiz kennt keine Gnade. Der junge Talthybios (Nikolaus Benda) sieht zwar nett aus, doch seine Befehle sind schlicht Kolonialherrenterror. Mit ironischem Ton scheucht er die gefangenen Troerinnen per Durchsage zum Säcke-Schleppen, weist den Sklavinnen ihre neuen Herren zu oder verkündet Hekuba beschönigend den gewaltsamen Tod ihrer Tochter.
Das Performanceduo Angie Hiesl und Roland Kaiser hat für den dritten Teil ihrer Serie „Urban-City-Urban“ die heile Welt der Vorweihnachtszeit gewählt. In „Stillleben – und leise schlummert …“ wenden sie sich erstmals einem harten gesellschaftspolitischen Thema zu: dem Kindesmissbrauch.
Die Kölner SPD, GRÜNEN und FDP rühmen sich ihres Mutes: "Wir haben seine siebenjährige Amtszeit abgewogen ... summa summarum sind wir der Meinung ein Neuanfang tut der Kölner Kultur besser", so der SPD-Fraktionsvorsitzende Martin Börschel.

„Wir meinen es sehr ernst“
katze und krieg: „damit wir überleben“ in Kölns Innenstadtt – Premiere 09/26
„Ich verstehe mich als Lektorin der Geschichten“
Dramaturgin Wiebke Rüter über „In bester Lage“ am Schauspiel Köln – Premiere 08/26
Ein Straßenfeger im Osten des Reviers
33. Festival Welttheater der Straße in Schwerte
Dauerbrenner unter freiem Himmel
Das NN Theater Freiluftfestival 2026 – Prolog 08/26
Kopfzustände
„Two Queens“ am Metropol Theater – Auftritt 07/26
„Was ist der Ursprung von Konflikten?“
Regisseurin Sabine Hahn über „Antigone“ am Comedia Theater – Premiere 07/26
Für die ganze Familie
Kostenloses Open-Air-Programm beim „Sommer Köln 2026“ – Prolog 06/26
Berd-Eeren für alle
„Der Tag, an dem die Oma das Internet kaputt gemacht hat“ am Theater der Keller – Auftritt 06/26
„Man darf sich selbst nicht aus den Augen verlieren“
Regisseurin Emel Aydoğdu über „Touch The Line“ am Freien Werkstatt Theater – Premiere 06/26
„Höchste Qualität nach Köln holen“
Intendant Hein Mulders über den Umzug der Oper in das Haus am Offenbachplatz – Interview 06/26
„Wie küsst man richtig?“
Regisseur David Vogel und Choreografin Nina Mackenthun über das Stück „Hundert“ am Schauspiel Köln – Premiere 05/26
Zauberhaft und antiquiert
„Laterna Magica“ am Theater Bonn – Prolog 05/26
Das Phantom der Keller
„Walter Bockmayer. Der andere Millowitsch“ am Theater der Keller – Auftritt 05/26
Schweigen, Flucht und Tod
„Einfach das Ende der Welt“ am Theater Bonn – Prolog 04/26
Leichmann statt Leichnam
„Unterweger“ am Schauspiel Köln – Auftritt 04/26
„Jeder ist Medea“
Regisseur Rüdiger Pape über „Medea 2.0“ am Orangerie Theater – Premiere 04/26
Im Netz der Lügen
„Dear Evan Hansen“ am Jungen Theater Bonn – Prolog 03/26
Die Anarchie der Wörter
„Terrorist:innen“ am Orangerie Theater – Auftritt 03/26
„Wir wollen Räume für ein anderes Zuhören öffnen“
Regisseur Martin Schulze und Dramaturgin Ulrike Janssen über „Wem gehört das Volk?“ am TdK – Premiere 03/26
Rache und Gerechtigkeit
Feministische Version der „Orestie“ am Schauspiel Köln – Prolog 02/26
Hüpfen, nicht denken
„Du musst dich entscheiden!“ am Schauspiel Köln – Auftritt 02/26
„Wir denken an ein liebevolles Beschimpfen“
Das Cuma Kollektiv inszeniert „Bühnenbeschimpfung“ am Freien Werkstatt Theater – Premiere 02/26
Spuk mit Fragezeichen
„2:22“ am Kleinen Theater Bad Godesberg – Prolog 02/26
Der Tanz der Krähe
„Die Ecke“ in der Alten Wursterei – Auftritt 01/26
„Als säße man in einem flirrenden Zirkuszelt“
Regisseur Sergej Gößner über „Der fabelhafte Die“ am Comedia Theater – Premiere 01/26