Happy birthday, Lüdia! Endgültig den Kinderschuhen entwachsen verlässt das renommierte Festival für den deutschsprachigen Film sein Teenageralter. Gefeiert wird in altbewährter Umgebung in der Cineworld im beschaulichen Lünen, das für diese vier Tage jegliche Kleinstadt-Heimeligkeit ablegt. Stolze 70.300 € werden dieses Jahr an Preisgeld ausgeschüttet werden.
In über 80 Film- und Fernsehrollen hat die 1954 im thüringischen Suhl geborene Corinna Harfouch bislang ihre enorme Wandlungsfähigkeit unter Beweis gestellt. Erste Erfolge feierte sie noch in der DDR auf der Theaterbühne, nach der Wende wurde sie schnell zu einem gesamtdeutschen Star.
Der Schutz der Jugend vor der Leinwand, also in der Öffentlichkeit, ist genau geregelt. Kinder, die ins Kino wollen, müssen nicht nur die Altersfreigaben befolgen, sondern auch bestimmte Zeiten, zu denen Filme beginnen oder enden, einhalten, zumindest dann, wenn sie allein unterwegs sind.
Donnerstag, 3. September 2009: Andreas Dresen hatte zur Premiere seines neuen Films neben Produzent Christoph Müller und der „lebenden Legende“ (Zitat Dresen) Wolfgang Kohlhaase auch seine Hauptdarstellerin Corinna Harfouch mitgebracht.
choices: Herr Schwerfel, vor zwei Jahren bemerkten Sie im Interview mit choices, dass einerseits die künstlerischen Filme im Kino zunehmen, andererseits die Bereitschaft beim Publikum, 'schwierige' Filme anzusehen, nachlässt. Hat sich der Eindruck bestätigt oder gar verstärkt?
Heinz Peter Schwerfel: Wir haben als Vorschau am 18. September „Hunger“ von Steve McQueen gezeigt.
Kurzfilme und Köln – das hat eine lange Tradition. Die durch zwei konkurrierende Festivals lange Zeit angespannte Situation entspannte sich erst Ende letzten Jahres, als nach einem Fusionsversuch plötzlich das erfolgreiche „ShortCutsCologne“ vom Kölner Filmhaus ganz eingestellt wurde.
Man kennt fast nur die Bilder aus den Nachrichten, wenn ein weiteres Attentat Menschenopfer gefordert hat. Gibt es andere Bilder aus Afghanistan? Marc Fosters „Der Drachenläufer“ zeigte ein lebendiges, offenes, ja beschwingtes Kabul, wie es in den 70er Jahren, lange vor dem Bürgerkrieg, existiert hat. Das ist lange her. Der Film wurde 2007 nicht in Afghanistan, sondern in China gedreht.
Seit mittlerweile 20 Jahren findet im beschaulichen Lünen eines der größten kleinen Filmfestivals Deutschlands statt. Man feiert hier den deutschen Film in all seinen verschiedenen Ausprägungen, vom Kurzüber den mittellangen bis hin zum Langfilm, vom Spielfilm über den Animationsfilm, den Experimentalfilm und die Dokumentation. Vom 19. bis 22.11. stand Lünen in diesem Jahr ganz unter dem Zeichen seines runden Jubiläums.
Durch seine Rollen in „Kleine Haie“ und „Der bewegte Mann“ wurde er Anfang der 1990er Jahre zum Publikumsliebling. Mittlerweile ist Armin Rohde aus der deutschen Kinoszene nicht mehr wegzudenken. Nach knapp einhundert Film- und Fernsehauftritten in solch unterschiedlichen Werken wie dem Zeitgemälde „Marlene“, dem Kultfilm „Lola rennt“ oder den erfolgreichen Kinderfilmen „Der Räuber Hotzenplotz“ und „Herr Bello“...
Marko Doringer, Jahrgang 1974, studierte an der Technischen Universität in Graz und danach in Wien Publizistik – beides ohne Abschluss. 1999 gründete er die Filmproduktionsfirma „Filmfabrik“ und drehte zwei Dokumentarfilme. „Mein halbes Leben“ ist sein erster Kinofilm.

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