Der Missbrauch in der Pflege ist so alltäglich, dass er kaum noch auffällt. Die Weltgesundheitsorganisation geht davon aus, dass in der EU gut vier Millionen Pflegebedürftige pro Jahr misshandelt werden und 2.500 Menschen an diesen Misshandlungen sterben.
Die Nord-Süd-Bahn, der Mediapark, das Dach der Philharmonie – wer in Köln Beispiele für planerische Fehlleistungen finden will, muss nicht lange suchen. Mittlerweile füllen die Abhandlungen über Klüngel und Inkompetenz zu Ungunsten der Kölner Bürger mehrere Bücher und noch mehr Büttenreden.
In Sachen Planungsdesaster befindet sich Köln in guter Gesellschaft. Regelmäßig werden bei großen Bauprojekten in NRW die angepeilten Kosten überschritten. Am spektakulärsten dürfte der Bau des Landesarchivs in Duisburg durch Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW (BLB) sein.
Thor Zimmermann vom Verkehrs- und Kulturausschuss spricht im Interview über Fehlplanungen, Bauverzögerungen und Transparenz im Planungsprozess.
choices: Frau Joachim, Herr Matz, Ihre Initiative nennt sich „ArchivKomplex“. Was bedeutet das?
Dorothee Joachim: Nach dem Einsturz des Stadtarchivs hat eine Initiative mit Druck eine Bürgerbeteiligung durchgesetzt, an der ich als dreifache Nachlassgeberin beteiligt war. Dabei ist uns klar geworden, dass der Einsturzort selbst das Denkmal ist.
Seit den 1950er Jahren plant und baut Köln an seiner U-Bahn. Am4. Dezember 2002 nahmen KVB und Stadt mit der Nord-Süd-Stadtbahn einen neuen Streckenabschnitt in Angriff – ein besonderes Datum, nicht nur, weil es derNamenstag der Heiligen Barbara, der Schutzpatronin der Bergleute, ist.
Die Arbeit bleibt nicht an der Wohnungstür zurück. Karl Marx spricht von der „verborgenen Stätte der Produktion“ und meint damit, dass hinter den betrieblichen Fassaden Konflikte zwischen Kapital und Arbeit ausgetragen werden, von denen maximal Bruchteile in einem Kompromiss münden.
Es geht um eines dieser Paare, die ein Kind haben. Nennen wir sie einfach Tanja und Peter (alle Namen geändert). Sie leben in Düsseldorf, zusammen mit ihrem eineinhalb Jahre alten Sohn Georg. Pädagogen würden ihn als „lebhaft“ beschreiben, die Mutter sagt über ihn: „Er ist ein Rabauke.“
choices: Frau Rampf, die Anzahl der außerehelich geborenen Kinder steigt kontinuierlich. Welche Chancen ergeben sich dadurch für Regenbogenfamilien?
Renate Rampf: In Deutschland leben mindestens 7.000 Kinder in Regenbogenfamilien, sie stammen mehrheitlich aus vorangegangenen heterosexuellen Beziehungen,in Eingetragenen Lebenspartnerschaften leben 2.200 Kinder.
Egal, ob im Internet oder in der wirklichen Welt: Derzeit wird wieder einmal gerätselt, ob die Ehe noch zeitgemäß ist. Für die User der Internetplattform ElitePartner ist sie heute jedenfalls „schwieriger als vor drei Generationen“.

Wohnträume
Intro – Das große Versagen
Von Vorwand zu Vorwand
Teil 1: Leitartikel – Politik ist nicht getrieben, sie lässt sich einspannen
„Für die Parteien steht viel auf dem Spiel“
Teil 1: Interview – Politologin Dorothée de Nève über Identität und Konsens in der Politik
Helfen statt Ausgrenzen
Teil 1: Lokale Initiativen – Das Interkulturelle Zentrum in Köln-Nippes
Die Natur nimmt sich Zeit – die wir nicht haben
Teil 2: Leitartikel – Über Naturschutz, Wirtschaft und politische Kurzsichtigkeit
„Die Einschläge kommen näher“
Teil 2: Interview – Politologe Reinhard Loske über Naturschutz und wirtschaftliche Interessen
„Fellnasen“ im Wohnzimmer
Teil 2: Lokale Initiativen – Bochumerin hilft ehrenamtlich Fledermäusen
Die Demokratie endet mit einem Wimmern
Teil 3: Leitartikel – Politik muss begreifen: Die Bevölkerung ist systemrelevant
„Deutschland ist ungleicher geworden“
Teil 3: Interview – Soziologin Bettina Kohlrausch über Armut, Existenzängste und Sozialstaat
Entlastung ist nur ein Anfang
Teil 3: Lokale Initiativen – Kindertal-Vorsitzende Susanne Bossy über Kinderarmut in Wuppertal
Neues Vertrauen
Digitale Bürgerbeteiligung – Europa-Vorbild Spanien
Ist die Welt erst ruiniert …
Gut erzählt ist auch Ungerechtigkeit eine spannende Geschichte – Glosse
Empathie-Expertise
Intro – Bonus-Level
Virtuelle Resonanz
Teil 1: Leitartikel – Videospiele in der Psychotherapie
„Spiele einfach genießen“
Teil 1: Interview – Psychologin Silke Lux über gesundheitliche Wirkungen von Videospielen
Spielen gegen Radikalisierung
Teil 1: Lokale Initiativen – Das Kölner Videospiel-Studio Zweisiedlerkrebs
Das Spiel mit der Geschichte
Teil 2: Leitartikel – Was Videospiele über Gesellschaften erzählen
„Eine Komplexität, die man in anderen Medien kaum findet“
Teil 2: Interview – Medienwissenschaftler Christian Schwarzenegger über die kulturelle Bedeutung von Videospielen
Im Rausch der Autobahn
Teil 2: Lokale Initiativen – Das Videospielstudio Z-Software in Lünen
Um die Existenz spielen
Teil 3: Leitartikel – Was Videospiele mit der Wirklichkeit zu tun haben
„Es gibt aufklärerische Spiele“
Teil 3: Interview – Historiker Nico Nolden über Politik und Geschichte in Videospielen
Was Karten verraten
Teil 3: Lokale Initiativen – Bildungsforscher Michael Morawski über Gaming und Geographiedidaktik
Meine fremde Wohnung
Niederlande als Vorreiter für gesundheitsfördernde Videospiele – Europa-Vorbild Niederlande
Tagebuch eines Kellerkinds
Wie Physik-Engines und NPCs einem das Leben vermiesen können – Glosse
Mehr, mehr, mehr!
Intro – Eine eigene Geschichte