In Deutschland gibt es nicht nur „Zuwanderer“, sondern auch „Auswanderer“. Diese „Entdeckung“ und die damit verbundene Furcht vor einem deutschen Brain-Drain schlug schon vor einigen Jahren kurzzeitig so hohe mediale Wellen, dass eine schweizerische Zeitung amüsiert unter dem Titel „Ärmer, älter, kleiner, dümmer“ zusammenfasste: „Die Liebhaber düsterer soziodemographischer Befunde kommen in Deutschland glänzend auf ihre Kosten.“
Bundesinnenminister Friedrich (CSU) warnt seit Monaten: Massen von „Armuts-Zuwanderern“ aus dem Süden würden bald unser Land überschwemmen. Vor allem Roma wollten unsere Sozialsysteme ebenso wie die Freizügigkeit der EU missbrauchen. Wie sich die Bilder gleichen: Ende der Achtziger Jahre erschien schon der „Spiegel“ mitdem Titel „Die Zigeuner kommen!“ und sah die Roma als Bugwelle einer „großen Flüchtlings-Flut“ aus dem Balkan.
Horst Küsters unterstützt mit der Initiative MigrAr Arbeitsmigranten in Deutschland und
trifft dabei auf Massenunterkünfte, Subunternehmen und vorenthaltenen Lohn.
43 Prozent haben einen Hochschulabschluss: Prof. Dr. Herbert Brückner über die Migration
nach Deutschland. Wen zieht es warum wohin?
Am 19. März 2013 verabschiedete der Kölner Rat eine Resolution. 20 Jahre nach den rassistischen Morden von Solingen und der faktischen Abschaffung des Asylrechts und 40 Jahre nach dem „Gastarbeiterstreik“ in den Ford-Werken, bei dem türkische Arbeitsmigranten mit der Forderung nach Gleichberechtigung in Opposition zu Geschäftsleitung und Betriebsrat die Arbeit niederlegten, begrüßt die Stadt Köln die Arbeitnehmerfreizügigkeit in der EU und lobt ihre Integrationsleistungen.
Dr. Ulrich S. Soénius, Geschäftsführer der IHK Köln, erläutert den Zustand und die Potenziale der Kreativwirtschaft im Raum Köln. Obwohl er die hiesigen Kreativen bereits sehr gut aufgestellt sieht, findet er, dass es noch Raum für Verbesserungen gibt.
Manfred Post war in Köln bis 2013 Referent für Popularmusik und Popkultur. Mit choices sprach er über seine Langjährige Tätitgkeit, während der er einst die Popkomm, dann die c/o pop nach Köln holte, und über Chancen und Probleme der Kreativwirtschaft.
Die Kreativität wird’s schon richten. So lautete das Credo der letzten zehn Jahre. Als „Kreativwirtschaft” galt sie als Zukunftsbranche, der Ökonom Richard Florida sah im Zuzug der „Kreativen Klasse” ein Mittel zur Revitalisierung vom Strukturwandel gebeutelter Städte. Nun hat Florida selbst seine Einschätzungen relativiert.
„Alle, die beim Film arbeiten und um die 40 sind, wollen irgendwann ein Café oder einen Laden eröffnen“, erzählt Claudia Schaaf. „Und ich hab's halt gemacht.“ Ihr Laden, das ist der „Salon Zwei“ in der Gutenbergstraße in Ehrenfeld, direkt gegenüber vom 4711-Gebäude.
Wenn vom Arbeitsmarkt Kultur und der Kultur- und Kreativwirtschaft gesprochen wird, ist gerne von der dort bestehenden „Einkommensspreizung“ die Rede. Nicht alle können Topverdiener sein, vielen mag es schlecht gehen, aber insgesamt werden es die Boombranchen schon richten.

Deckmantel Gefühl
Intro – Guter Umgang
Benimm dich!
Teil 1: Leitartikel – Eine Gesellschaft kann nur frei sein, wenn sich ihre Mitglieder an Regeln halten
„Heute sind die Menschen eher bei sich“
Teil 1: Interview – Kommunikationspsychologin Christine Flaßbeck über Sprache im Wandel
Entspannt unterwegs
Teil 1: Lokale Initiativen – Köln: KVB-Kampagne für mehr Freundlichkeit
Dubidu
Teil 2: Leitartikel – Reiz und Risiken niederschwelliger Verständigung
„Ein Stammtisch hat nicht nur negative Seiten“
Teil 2: Interview – Medienwissenschaftlerin Paula Nitschke über politische Influencer:innen
Gut erzählte Wahrheit
Teil 2: Lokale Initiativen – Die Agentur Kugelfisch Kommunikation in Essen
Alles Lüge!
Teil 3: Leitartikel – Duz-Kultur und falsches Wir-Gefühl verschleiern Interessenkonflikte auf der Arbeit
„Das Gefühl, dass hier Nähe entsteht“
Teil 3: Interview – Psychologin Lara Luisa Eder über persönlichen Umgang auf der Arbeit
Nicht sprachlos in den Ruhestand
Teil 3: Lokale Initiativen – Das Fachgebiet Arbeitswissenschaft an der Uni Wuppertal
Öffentlichkeit muss man lernen
Medienbildung als demokratische Aufgabe – Europa-Vorbild Frankreich
Kant war lowkey deep
Career Offboarding Experience: Abschied von der Komplexität – Glosse
Lohn der Angst
Intro – Nach der Arbeit
Erst das Vergnügen
Teil 1: Leitartikel – Industriearbeit ist ein Auslaufmodell
„Das BGE würde eher schaden als nützen“
Teil 1: Interview – Philosoph und Ökonom Birger Priddat über die Idee eines bedingungslosen Grundeinkommens
Mehr als Existenzsicherung
Teil 1: Lokale Initiativen – Die Attac-AG „Genug für alle“ aus Bonn
Klassenkampf von oben
Teil 2: Leitartikel – CDU und SPD wenden sich gemeinsam gegen arbeitende Menschen
„Je länger ein Arbeitstag dauert, desto unproduktiver wird er“
Teil 2: Interview – Gewerkschafter Stephan Krull über kürzere Arbeitszeiten und gesellschaftliche Teilhabe
Geschenkte Freizeit
Teil 2: Lokale Initiativen – Die Agentur Wake Up Communications Düsseldorf
Sanktionen schaffen keine Stellen
Teil 3: Leitartikel – Politik und Wirtschaft lassen Arbeitslose oft im Stich
„Eine gewisse Unsicherheit und Versagensängste“
Teil 3: Interview – Experte Matthias Auer über den Arbeitsmarkt für Jung-Akademiker
Der ganze Mensch
Teil 3: Lokale Initiativen – Die GESA Gruppe in Wuppertal hilft bei der Rückkehr ins Arbeitsleben
Vertrauen durch Bildung
Was tatsächlich gegen Arbeitslosigkeit hilft – Europa-Vorbild Dänemark
Kurz frei
Arbeit schläft nie. Auch ihre Jünger nicht – Glosse
Fehlbilanz
Intro – Mündig