
Star Trek – Die Zukunft hat begonnen
USA 2009, Laufzeit: 126 Min., FSK 12
Regie: J.J. Abrams
Darsteller: Chris Pine, Zachary Quinto, Eric Bana, Simon Pegg, Karl Urban, John Cho, Anton Yelchin, Zoe Saldana, Bruce Greenwood, Leonard Nimoy
Weltraum-Abenteuer
Zurück in die Zukunft
"Star Trek" von J.J. Abrams
Captain Kirk ist wieder da: J. J. Abrams erzählt, wie für den legendären Enterprise-Captain und seine Crew alles begann. Für den normalen Betrachter tut sich ja nicht sonderlich viel dort oben am Himmel. Und wenn er dann mal nach oben guckt, gähnt er sorglos die Sonne an oder betrachtet verklärt einen alten, kalten Trabanten, auf dem ein paar Helden unserer Gattung bereits schwerelos herum gehüpft sind. Der Mensch sucht seinen Horizont für gewöhnlich im Blick nach vorn, nicht im Blick nach oben. Manchmal bildet diesen Horizont eine Kino-Leinwand, die für ihren geerdeten Betrachter wiederum auch mal in die unendlichen Weiten über ihm blickt. Mit der Fiktion im Gepäck wurde die Reise ins All auch für ein großes Publikum interessant. Die Kinoleinwand verlieh solchen Reisen die adäquate Größe.
Nach gut 100 Jahren Kino schien die Luft raus zu sein. Stanley Kubrick hatte das bisher ultimative Weltraumabenteuer bereits 1968 gedreht, davor und danach gab es respektables Allerlei, bis Ideen und Mut ausgingen. George Lucas schloss noch schnell und zunehmend uninspiriert sein „Star Wars“-Märchen ab, und dann war da nur noch „Star Trek“, die Serie, die sich mit Shakespeare-Zitaten, philosophischen Ausflügen und mit gesellschaftspolitischen Anspielungen auf unser eigenes Zeit-Raum-Kontinuum vergleichsweise tiefgründig gebarte. Gene Roddenberrys Weltraum-Saga schaffte es zu zehn mehr oder weniger rühmlichen Kinoausflügen, um sich schließlich dort, wo sie herkam, im Fernsehen totzulaufen. Und seitdem? Schwarze Löcher auf der Leinwand.
Doch jetzt geht es im Kino zurück in die Zukunft: Aus heiterem Himmel zaubert Hollywood dieses umwerfende Prequel, das James Tiberius Kirk und seine spätere Crew als rebellische Twentysomethings in ein Sternenabenteuer schickt, das in Bezug auf Spannung, Witz, Story und Timing schlichtweg trumpft. Die Regie übernahm J.J. Abrams, der schon mit „Mission Impossible III“ für eine Serienfortsetzung gesorgt hatte, die nach mehr schrie. Ausnahmslos jedes prominente Besatzungsmitglied der NCC-1701 wurde mit überwiegend unverbrauchten Jungschauspielern trefflich gecastet. Das Drehbuch kokettiert charmant mit dem Aufeinandertreffen dieser Preunion, ohne dieses Potential auf Serienniveau zu überdehnen. Es gibt einen albernen CGI-Drachen, und die Autoren gestatten dem Geschehen vereinzelt zu glückliche Fügungen. Aber das ist egal. J.J. Abrams fühlt sich ehrwürdig der Saga verpflichtet und unterzieht sie einer Verjüngungskur, die so ähnlich schon 2006 mit „Casino Royale“ bei James Bond funktioniert hatte. Mehr soll nicht verraten werden. Vielleicht nur noch, dass Ur-Spock Leonard Nimoy mit an Bord ist. Aber den Rest lassen Sie sich am besten im Kinosessel erzählen. "Live long and prosper."
(Hartmut Ernst)

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