Ossi's Eleven
D 2008, Laufzeit: 93 Min., FSK 6
Regie: Oliver Mielke
Darsteller: Stefan Jürgens, Tim Wilde, Andreas Giebel, Manfred Möck, Helmfried von Lüttichau, Götz Otto, Michael Brandner, Sascha Schmitz, Jule Ronstedt, Karoline Eichhorn
Kartoffelen
Colonia (683), 26.02.2008
Sympathische Looser-Komödie aus der Abteilung Plattenbau-Ost.
Tim Wilde als Oswald "Ossi" Schneider, der George Clooney von Bitterfeld, empfiehlt sich mit dem Film für weitere Hauptrollen. Überhaupt ist das Ensemble überwiegend gut sortiert zu nennen, wobei auch Nichtschauspieler Sascha "Sasha" Schmitz als Kantinen-Elvis ordentlich punktet. Eigentlich wirkte nur Stefan Jürgens seltsam deplatziert.
Dem Film fehlt konsequent jede Spur von Glamour, denn Wolfen ist nun mal nicht Las Vegas , eine Eisengießerei kein Casino und Götz Otto bei aller gegebenen physischen Präsenz nicht Brad Pitt. In Wirklichkeit geht's aber auch gar nicht um einen Vergleich mit "Ocean's Eleven". Noch nicht mal um den "großen Coup" geht es. Dafür verliert sich TV-Produzent und Regieneuling Oliver Mielke zu sehr in dem Versuch, die elf verschiedenen Charaktere zu umreißen. Er will Sympathien schaffen für seine gescheiterten und halb gescheiterten Existenzen und walzt dabei bekannte Klischees genüsslich aus. Das Gewalzte ist seiner Natur gemäß platt und schon daher eindimensional, macht insgesamt aber Laune.
Kein großer Film, aber ein netter. Und zur Not würde ich mir auch noch einen "Ossi's Twelve" ansehen.
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