
Mademoiselle Chambon
Frankreich 2009, Laufzeit: 101 Min., FSK 0
Regie: Stephan Brize
Darsteller: Vincent Linden, Sandrine Kiberlain, Aure Atika
Als der glücklich verheiratete Maurer Jean die neue Lehrerin seines Sohnes kennenlernt, verliebt er sich in die zarte Frau. Stéphane Brizé („Man muss mich nicht lieben“) versteht sich auf melancholische Liebesgeschichten. Mit seinem neuen Werk beweist er zudem, dass er mit seinem eleganten Minimalismus tiefe Gefühle zum Vorschein bringen kann. Kaum eine Berührung und nur wenige Blicke bezeugen den inneren Wandel der Protagonisten. Der omnipräsente Vincent Lindon überzeugt mit seiner Hilflosigkeit gegenüber den eigenen Gefühlen, während die wunderbare Sandrine Kiberlain subtil geheimnisvoll bleibt. Prekär, dass die beiden Darsteller tatsächlich mal ein Liebespaar waren. Aure Atika als Ehefrau spielt die machtlose Ehefrau, die ahnt, aber nicht wissen will. Alleine das Ende wirkt, als hätten die Produzenten dann doch etwas konkretere Spannung beim Regisseur bestellt. Die letzten fünf Minuten sind daher völlig überflüssig, auch wenn sie den Film nicht nachhaltig beschädigen.
(Christian Meyer)

Ein Wonnemonat für Filmfans
Neustarts und Preisverleihungen im Mai – Vorspann 05/26
„Es geht vor allem um Selbstermächtigung“
Regisseur Markus Schleinzer über „Rose“ – Gespräch zum Film 05/26
Was es bedeutet, ein Mädchen zu sein
„Girls Don’t Cry“ im Odeon – Foyer 04/26
Die Hose als Freiheit
NRW-Premiere von „Rose“ im Düsseldorfer Cinema – Foyer 04/26
Köln als Geburtsstadt des Kinos
Stefanie Wüster-Bludau über die Jubiläumsveranstaltung „Wir feiern 130 Jahre bewegte Bilder“ – Portrait 04/26
Feiern im Kreis von Freunden
„Die Schwester der Braut“ im Filmforum – Foyer 04/26
Filme in die Welt tragen
Das Internationale Frauenfilmfest Dortmund+Köln – Festival 04/26
„Kein großes Spektrum an Geschlechtsvielfalt“
Schauspielerin Caro Braun über „Rose“ – Roter Teppich 04/26
Ein Fest im Dunkeln
20 Jahre Filmforum NRW – Festival 04/26
Weimerer Republik
Zur freien Filmkunst – Vorspann 04/26
Film für die ganze Familie
„Mein Freund Barry“ im Cinedom – Foyer 03/26
Was uns blüht
Die Oscars und die Zukunft mit KI – Vorspann 03/26
Zu Unrecht beschuldigt
„Blame“ im Odeon – Foyer 02/26
Bilder von Arbeit, Arbeit am Bild
Das Symposium der dokumentarfilminitiative im Filmhaus Köln – Foyer 02/26
Fiktion mit realen Hintergründen
„White Snail“ im Filmhaus – Foyer 02/26
Nur das Allerbeste?
Vom kollektiven Drang zum relativierten Superlativ – Vorspann 02/26
Alles auf Anfang
Lebensfragen aus weiblicher Perspektive – Vorspann 01/26
„Es ist niemals Pause“
Katharina Pethke über ihre Filme zur Arbeitswelt – Portrait 12/25
„Stromberg hat Relevanz für die heutige Zeit“
Ralf Husmann über „Stromberg – Wieder alles wie immer“ – Gespräch zum Film 12/25
„Beweise sichern für das, was afghanische Frauen durchmachen“
Sahra Mani über ihren Film „Bread & Roses: A Fight for Women's Rights“ - Portrait 12/25
Langfilmdebüt einer Schauspielerin
„Paternal Leave – Drei Tage Meer“ im Filmhaus – Foyer 12/25
Heldenspektakel
Männerrollen auf Leinwand – Vorspann 12/25
Grenzenlos
10. European Arthouse Cinema Day – Festival 11/25
In NRW wird Kino wirklich gelebt
Verleihung der Kinoprogrammpreise NRW in der Wolkenburg – Foyer 11/25
Raus aus dem Schmuddelwetter
Tiefgründige Filme im No!vember – Vorspann 11/25