Ich habe den englischen König bedient
CZ/SLK 2007, Laufzeit: 120 Min.
Regie: Jirí Menzel
Darsteller: Oldrich Kaiser, Julia Jentsch, István Szabó, Ivan Barnev, Martin Huba, Marian Labuda, Milan Lasica, Jíri Labus, Pavel Nová
Ein kleinwüchsiger Kellner arbeitet sich von den 30er bis zu den 60er Jahren mit Skrupellosigkeit und Glück durch mehrere politische Systeme hoch zum Millionär.
Schelmenroman-Verfilmung à la Schwejk
Siebzig ist er gerade geworden, der tschechische Regisseur Jiri Menzel. Und noch immer sitzt dem „Oscar“-Preisträger („Liebe nach Fahrplan“, 1966) der Schalk im Nacken. Der verführt ihn dann zu solch einem gewagten Besetzungs-Coup wie dieses Mal, indem er die Sophie-Scholl-Darstellerin Julia Jentsch eine glühende Hitler-Verehrerin spielen lässt. Unser „schwejkscher Held“ angelt sie sich, um unbeschadet den nach Prag eingefallenen Faschismus zu überstehen. Aber dann muss er noch den Kommunismus überstehen. Menzels Drehbuch nach dem Schelmenroman von Bohumil Hrabal ist voller Tücken, aber auch voller Poesie und Liebe zu seinen Figuren, deren menschliche Schwächen er mit hintergründigem Humor aufs Korn nimmt: Tschechische Vergangenheitsbewältigung der skurrilen Art.
(Rolf-Ruediger Hamacher)
„Es ist vertraut, aber dennoch spannend“
Schauspielerin Barbara Auer über „Miroirs No. 3“ – Roter Teppich 09/25
Weinende Wände
Das Filmtheater als Begegnungs- und Spielstätte – Vorspann 09/25
„Das Leben ist absurd, nicht der Film“
Regisseur Elmar Imanov über „Der Kuss des Grashüpfers“ – Gespräch zum Film 08/25
Jung-Bäuerinnen bei der Arbeit
„Milch ins Feuer“ im Odeon – Foyer 08/25
Drama, Baby?
Das Arthouse und der Schenkelklopfer – Vorspann 08/25
Gar nicht mal so stumm
Die Internationalen Stummfilmtage in Bonn 2025 – Festival 08/25
Sommergefühle
Leichte Kino-Kost im Juli – Vorspann 07/25
Im Abschiebegefängnis
„An Hour From the Middle of Nowhere“ im Filmhaus – Foyer 06/25
Fortsetzung folgt nicht
Serielles Erzählen in Arthouse und Mainstream – Vorspann 06/25
Wohnen im Film
Die Reihe Filmgeschichten mit „Träumen von Räumen“ im Filmforum NRW – Filmreihe 05/25
Der Filmfrühling ist angebrochen
Die erste Jahreshälfte startet mit bedeutenden Filmfestivals – Vorspann 04/25
Filmischer Feminismus
Das IFFF 2025 in Köln – Festival 04/25
Über die Todesangst
„Sterben ohne Gott“ im Filmhaus – Foyer 03/25
Alles für die Musik
Publikumspremiere von „Köln 75“ im Cinenova – Foyer 03/25
Schlechte Zeiten?
Merz im März und ernste Kost im Kino – Vorspann 03/25
Mit Trauer umgehen
„Poison – Eine Liebesgeschichte“ im Odeon – Foyer 02/25
Gute Zeiten
Wie lang darf ein Film sein? – Vorspann 02/25
Bittersüße Dystopie
„Ein schöner Ort“ in der Aula der KHM – Foyer 01/25
Zeit-Fragen
Symposium der dokumentarfilminitiative im Filmhaus – Foyer 01/25
Kino als Empathie-Maschine
Warum wir Kino in Zukunft mehr brauchen denn je – Vorspann 01/25
Stark durch Solidarität
„Billige Hände“ im Filmhaus – Foyer 12/24
22 Bahnen
4.9.2025
Übers Ankommen in Deutschland
„Zwischen Sein und Nichtsein“ von Leocadie Uyisenga – Film 12/24
Beule – Zerlegt die Welt
Start: 11.9.2025
Kill the Jockey
Start: 18.9.2025