Nun hebt sich der Schenkel, nun wackelt das Bein. Ähnlich dem Türmer in Goethes Totentanz muss sich Amelie Niermeyer in Düsseldorf gefühlt haben, das Laken in der Hand, doch fünf Jahre auf der Flucht vor den Gerippen.
Aktenzeichen 098. Hinter diesen drei Ziffern verbirgt sich meine Existenz als Angeklagte. Die Akte dürfe auf keinen Fall verloren gehen, schärft mir die gar nicht mal unfreundliche Dame in der Zentralregistratur ein und händigt mir einen Laufzettel für die nächsten sechs Stunden aus.
Als Andreas Dresens Film „Wolke 9“ vor drei Jahren in die Kinos kam, waren Kritiker und Publikum vor allem vom authentischen Spiel der Darsteller begeistert. Wie die Liebe der 65-jährigen Inge zum sieben Jahre älteren Karl erwacht, wie die beiden sich näher kommen und Inge sich schließlich von ihrem Mann Werner trennt - das war mit derart berührender Natürlichkeit verkörpert, dass man sich eine Bühnenadaption kaum vorstellen konnte.
Eine Zigarette mit nachlässiger Eleganz in der abgeknickten Hand, blasiert über den Dingen stehend und immer einen geistreichen Aphorismus auf den Lippen – so glaubt man ihn zu kennen: Oscar Wilde, Dandy, Lebemann, erfolgreicher Dramatiker und prominentes Opfer der rigiden, schwulenfeindlichen Gesetzgebung im viktorianischen England.
Das Massaker war ein Versehen. Im Juni 2009 wurden in einer Duisburger Pizzeria sechs Menschen...
Das Theater im Bauturm und sein Leiter Gerhardt Haag machen mit dem interkulturellen Austausch Ernst. Das neu gegründete Festival „Africolgne“ wird in enger Zusammenarbeit mit dem Partnerfestival „Récréâtrales“ in Burkina Faso eine Woche lang westafrikanisches Theater nach Köln holen.
Er ist zwei Mal sitzen geblieben und schließlich von der Schule geflogen – heute gehört Jürgen Becker zu den beliebtesten und bekanntesten Kabarettisten der Republik: der Kölner Heimathirsch ist ein Phänomen – und ein Künstler, der mit dem, was er sagt und tut, identisch ist.
Die Mutter – sie ist uns Geborgenheit schlechthin, warm und weich und süß wie Milch, aber man kann in ihrer Fürsorge auch ertrinken. Mit einer furiosen Collage aus Gesang, Dialog, Geräusch und Schauspiel schöpft die Künstlergruppe Stimmfeld...
Gespräch mit dem Schauspieler Daniel Schüssler, der darüber hinaus auch Gründer der Theater- und Performancegruppe ANALOG ist, über seine Inszenierung von Frank Wedekinds „Lulu“ als ein „deutscher Traum“.
Einen triumphalen Erfolg feierte die Kölner Oper jüngst im Staatenhaus mit der Uraufführung der Stockhausen-Oper „Sonntag" aus dem Opernzyklus „Licht" – mit insgesamt 29 Stunden Musik – an dem der Meister 26 Jahre gearbeitet hatte, bevor er 2007 verstarb.

Große Stimmen am Rhein
Reihe „Weltstars in Bonn“ an der Oper Bonn – Prolog 10/26
„Theater kann die richtigen Fragen stellen“
Regisseur Björn Gabriel über „This is Water“ am Studio Trafique – Premiere 10/26
Neue Gräber braucht das Land
Analog Theater und studiobühneköln zeigen „Keyenberg 3“ in der TanzFaktur – Auftritt 10/26
„Wir meinen es sehr ernst“
katze und krieg: „damit wir überleben“ in Kölns Innenstadtt – Premiere 09/26
„Ich verstehe mich als Lektorin der Geschichten“
Dramaturgin Wiebke Rüter über „In bester Lage“ am Schauspiel Köln – Premiere 08/26
Dauerbrenner unter freiem Himmel
Das NN Theater Freiluftfestival 2026 – Prolog 08/26
Ein Straßenfeger im Osten des Reviers
33. Festival Welttheater der Straße in Schwerte
„Was ist der Ursprung von Konflikten?“
Regisseurin Sabine Hahn über „Antigone“ am Comedia Theater – Premiere 07/26
Kopfzustände
„Two Queens“ am Metropol Theater – Auftritt 07/26
Für die ganze Familie
Kostenloses Open-Air-Programm beim „Sommer Köln 2026“ – Prolog 06/26
Berd-Eeren für alle
„Der Tag, an dem die Oma das Internet kaputt gemacht hat“ am Theater der Keller – Auftritt 06/26
„Höchste Qualität nach Köln holen“
Intendant Hein Mulders über den Umzug der Oper in das Haus am Offenbachplatz – Interview 06/26
„Man darf sich selbst nicht aus den Augen verlieren“
Regisseurin Emel Aydoğdu über „Touch The Line“ am Freien Werkstatt Theater – Premiere 06/26
Zauberhaft und antiquiert
„Laterna Magica“ am Theater Bonn – Prolog 05/26
„Wie küsst man richtig?“
Regisseur David Vogel und Choreografin Nina Mackenthun über das Stück „Hundert“ am Schauspiel Köln – Premiere 05/26
Das Phantom der Keller
„Walter Bockmayer. Der andere Millowitsch“ am Theater der Keller – Auftritt 05/26
Schweigen, Flucht und Tod
„Einfach das Ende der Welt“ am Theater Bonn – Prolog 04/26
„Jeder ist Medea“
Regisseur Rüdiger Pape über „Medea 2.0“ am Orangerie Theater – Premiere 04/26
Leichmann statt Leichnam
„Unterweger“ am Schauspiel Köln – Auftritt 04/26
Im Netz der Lügen
„Dear Evan Hansen“ am Jungen Theater Bonn – Prolog 03/26
Die Anarchie der Wörter
„Terrorist:innen“ am Orangerie Theater – Auftritt 03/26
„Wir wollen Räume für ein anderes Zuhören öffnen“
Regisseur Martin Schulze und Dramaturgin Ulrike Janssen über „Wem gehört das Volk?“ am TdK – Premiere 03/26
Rache und Gerechtigkeit
Feministische Version der „Orestie“ am Schauspiel Köln – Prolog 02/26
Hüpfen, nicht denken
„Du musst dich entscheiden!“ am Schauspiel Köln – Auftritt 02/26
Spuk mit Fragezeichen
„2:22“ am Kleinen Theater Bad Godesberg – Prolog 02/26