Das muss ihm gefallen haben, noch einmal Gastgeber in der Stadt der Liebe, des Luxus und der Mode zu sein. Niemand hat das Bild der Deutschen von Paris seit dem großen Krieg so nachhaltig geprägt wie Georg Stefan Troller.
Wonnemonat, was heißt schon Wonnemonat? Fest steht, dass im Mai die Bäume ausschlagen und auch die Liebe schrillste Blüten treibt. Ob das eine Wonne ist, sei zunächst einmal dahingestellt.
„Irgendwie dazwischen“ von Tracy White erzählt „eine zu 99 Prozent wahre Lebensgeschichte“. Es liegt nicht allzu lange zurück, dass White als 17jährige in die Psychatrie eingewiesen wurde. Von ihrem Aufenthalt erzählt sie in zarten, fragilen Zeichnungen, die adäquat ihre gebrechliche Psyche widerspiegeln.
Der Mai ist übrigens nach seinem Erfinder, Karl Mai benannt.
Moment mal, so fing doch meine letzte Kolumne an –
und so geht das nicht weiter,
denn alles neu macht der Mai.
Gestern stellten wir fest, dass die Winter immer länger und kälter werden. Heute knallen am anderen Ende der Welt die Atomkraftwerke durch und morgen kann uns die Schuldenkrise den Finanz-Tsunami bescheren. Da wenden wir uns doch angewidert vom Weltgeschehen ab und beschäftigen uns lieber mit dem Glück.
Mal beginnt es mit einem Jucken in den Zehenspitzen, mal mit einem nicht mehr zu verhehlenden Grummeln in der Magengrube. Mal ist es pure Abenteuerlust, mal die unendliche Suche nach einem irgendwie gearteten Sinn, dann wiederum schiere Notwendigkeit, ausgelöst vom Überlebenstrieb zur Befreiung von körperlicher und/oder geistiger Pein. Raus, bloß raus hier.
Auch am Schreibtisch kann man sein Leben verlieren. Eine Schriftstellerin entgeht nur durch Zufall dem Tod, weil Jugendliche im Nachbargarten mit einer geladenen Pistole spielen. Eine Episode, die sich in der Realität zugetragen hat. Paula Fox beschreibt sie in dem Band „Die Zigarette und andere Stories“...
Mit „Im Schatten junger Mädchenblüte“ wird Stéphane Heuets Adaption von Marcel Prousts „Auf der Suche nach der verlorenen Zeit“ fortgesetzt. Nach den Kindheitserinnerungen in „Combray“ macht der nun adoleszente Protagonist erste Erfahrungen mit der Oberschicht und deren so faszinierenden wie hohlen Spielregeln.
Damit meint der Volksmund, übrigens nach seinem Erfinder Karl-Gustav Volksmund (1646-1716) benannt, natürlich das Wetter. Im April darf es schneien und scheinen, es darf regnen und strahlen, es darf hageln und winden, der April ist der Blanko-Monat für Klimafreifahrten. Wären die Monate Kirmesfahrgeschäfte, wäre der April die Geisterbahn.
Wenn man ein sanftes Drücken spürt, dass sich von innen gegen die Schläfen lehnt, bis sich schließlich ein schmaler Spalt im Schädel auftut, aus dem vorsichtig hervorsprießend ein Osterglöckchen nach ersten Sonnenstrahlen sucht, dann wird es Metapher, bzw. Frühling; kurz: März.

Zwischen Erinnerung und Widerspruch
Lesestunde zu Christa Wolf im Buchladen Sülzburgstraße – Literatur 06/26
Kalter Krieg im Ruhrpott
„Weiße Westen, schwarze Nächte“ von Sabine Hofmann – Literatur 06/26
Lockendes Spiel
„Leichter Wahnsinn“ von Emy Koopman – Textwelten 06/26
Drei Farben zum Glück
„Zu Fuß“ von Michael Roher – Vorlesung 05/26
Naturforscher im Alltag
„Kinderleichte Experimente für draußen“ von Christine Sinnwell-Backes u. Timo Backes – Vorlesung 05/26
Nomen est omen
„Die Namen“ von Florence Knapp – Literatur 05/26
Haare zu lang, Röcke zu kurz
„Swinging Cologne“ von Stefan Winges – Textwelten 05/26
Drei Stimmen, drei Türen zur Lyrik
7. Ausgabe des Festivals Anderland in der Stadtbibliothek – Lesung 05/26
Meeresbewohner zum Anfassen
„Zusammenstecken und Entdecken: Meerestiere“ von Abigail Wheatley – Vorlesung 04/26
Ein Italien der Mythen
Autor Eric Pfeil liest am Comedia Theater aus „Hotel Celentano“ – Lesung 04/26
Wenn Wände Ohren haben
„Engel des Verschwindens“ von Slobodan Šnajder – Literatur 04/26
Neuer Bilderbuch-Klassiker
„Mit dem Sturm um die Wette rennen“ von Brian Floca und Sydney Smith – Vorlesung 04/26
Die Unendlichkeit erleben
„Liebe“ von Thomas Hettche – Textwelten 04/26
Beziehungen
„Du findest mich, wenn du willst“ von Lavinia Branişte – Literatur 03/26
Auf den Spuren des Honigs
„Ivy und Bärlock Holmes. Fall 1: Die rätselhafte Blume“ von Kristyna Litten – Vorlesung 03/26
Das Glück der Stiefel
„Die gelben Gummistiefel“ von Isabel Pin – Vorlesung 03/26
Atem eines großen Erzählers
„Wintermythologien“ von Pierre Michon – Textwelten 03/26
Schmunzeln und Mitgefühl
„Opa Bär und die Schuhe im Kühlschrank“ von Anne und Paul Maar – Vorlesung 02/26
Unwiderstehlicher kleiner Drache
„Da ist besetzt!“ von Antje Damm – Vorlesung 02/26
Glück und Unglück
„Niemands Töchter“ von Judith Hoersch – Literatur 02/26
Exzentrik kann zärtlich sein
„Mitz. Das Pinseläffchen“ von Sigrid Nunez – Textwelten 02/26
Beziehungen sind unendlich
„Schwarze Herzen“ von Doug Johnstone – Textwelten 01/26
Bewusst blind vor Liebe
„Mama & Sam“ von Sarah Kuttner – Literatur 01/26
Jenseits des Schönheitsdiktats
„Verehrung“ von Alice Urciuolo – Textwelten 12/25
Nicht die Mehrheit entscheidet
„Acht Jahreszeiten“ von Kathrine Nedrejord – Literatur 12/25