Der Deutsche Ethikrat befasst sich mit Risiken der Gentechnik, der jetzt von Frau Merkel ins Leben gerufene Ethikrat soll die lange bekannten Risiken der Atomenergie neu bewerten. Gibt es da einen gemeinsamen Begriff von Risiko?
Das „Risiko“ der Gentechnik besteht vor allem in der Aufweichung des im Grundgesetz verankerten Begriffs der Menschenwürde. Bei der Bewertung der Risiken der Atomenergie geht es vor allem um die Einschätzung der negativen Folgen des Atommülls sowie möglicher Unfälle in den Atomanlagen auf Mensch und Natur.
choices: Herr Ulmer, wie „billig“ kommt uns der Atomstrom wirklich?
Sven Ulmer: Auf den ersten Blick erscheint die in Rechnung gestellte Atom-Kilowattstunde recht günstig. Das teure sogenannte Restrisiko – siehe Fukuschima – fließt allerdings nicht in den Preis ein.
choices: Frau Steinmetz, warum erscheint in einem Kölner Verlag ein Krimi, der beim FC Bayern München spielt. Wir haben doch den FC
Christel Steinmetz: Stimmt, der 1. FC Köln Krimi steht noch aus. Noch hat der Klub offenbar niemanden zu einem fiktiven Verbrechen inspiriert ... Und was die Kölner mögen – nämlich Krimis, die glaubhaft in ihrer Stadt spielen –, mögen eben auch die Münchner: Spannungsliteratur, die nicht in Stockholm oder Cornwall angesiedelt ist, sondern im Glockenbachviertel oder in Giesing.
choices: Frau Krieger, warum stehen Sie auf Manfred Mann’s Earth Band?
Judith Krieger: Das ist eine Art Zuhause für mich. Anfang der 80er habe ich Manfred Mann entdeckt. Ich war damals Teenager und nicht gerade glücklich. Wir zogen oft um, ich war viel allein. Und dann hörte ich eines Abends diesen Song im Radio: „Davy’s on the Road Again“. Mir schien, da war ein Versprechen drin: Dass man gehen kann, sein Leben in die Hand nehmen und zu einem besseren machen. Dass einen niemand aufhalten kann, wenn man etwas wirklich erreichen will.
choices: Herr Sarrazin, wie kommt man eigentlich zum Krimi?
Manfred Sarrazin: Viele Heranwachsende entdecken zwischen zehn und zwölf die Klassiker der britischen Häkelschule mit Agatha Christie an der Spitze. 14-Jährige lesen lieber Fantasy oder Horror à la Stephen King. Zu Krimis greifen erst wieder junge Erwachsenen ab 18, 20 Jahren. Der Einstieg läuft dann über Hard-Boiled-Klassiker wie Hammet oder Chandler, bei politisch Interessierten häufig über Eric Ambler.
choices: Frau Schweitzer, Sie sind eine beliebte Profi-Köchin. Bitte den Satz vollenden: „Ich hätte längst einen Stern erkocht, wenn ...“
Katherina Schweitzer: Wenn ich nicht dauernd über Leichen stolpern würde, das ist wohl wahr.
Das Verbrechen ist in der Stadt allgegenwärtig. Keine Buchhandlung ohne Krimi-Ecke – die sogenannte Spannungsliteratur macht schließlich knapp 30 Prozent des Angebots aus. Dazu gibt es Hörbücher und DVDs. Nicht zu vergessen die einschlägigen TV-Serien. Insgesamt fasziniert den Konsumenten eine früher nie gekannte Breite von krimineller Energie.
choices: Herr Krems, wer kommt eigentlich für die sog. verlorenen Kosten auf, wenn sich eine Stadt wie Köln bei baulichen Planungen rechnerisch und/oder politisch verkalkuliert wie im Fall der Bühnensanierung?
Burkhardt Krems: Zahlen muss am Ende der Bürger als Steuer- und Gebührenzahler.
choices: Herr Slonka, Kölner Parteien denken über eine „Bürgerbefragung“ in Sachen Sürther Aue nach. Ein Schritt in die richtige Richtung?
Alexander Slonka: Die Richtung stimmt. Die Idee ist gut. Nur muss man jetzt auch die einzelnen Schritte richtig planen und darf vor allen Dingen keine überflüssigen Quorums-Hürden einziehen.
choices: Herr Müller-Römer, eine Frage an den Juristen: wie demokratisch muss ein deutscher Verein sein?
Stefan Müller-Römer: So demokratisch wie Gesetz und Satzung es vorsehen, also ganz normal demokratisch.

Empathie-Expertise
Intro – Bonus-Level
Virtuelle Resonanz
Teil 1: Leitartikel – Videospiele in der Psychotherapie
„Spiele einfach genießen“
Teil 1: Interview – Psychologin Silke Lux über gesundheitliche Wirkungen von Videospielen
Spielen gegen Radikalisierung
Teil 1: Lokale Initiativen – Das Kölner Videospiel-Studio Zweisiedlerkrebs
Das Spiel mit der Geschichte
Teil 2: Leitartikel – Was Videospiele über Gesellschaften erzählen
„Eine Komplexität, die man in anderen Medien kaum findet“
Teil 2: Interview – Medienwissenschaftler Christian Schwarzenegger über die kulturelle Bedeutung von Videospielen
Im Rausch der Autobahn
Teil 2: Lokale Initiativen – Das Videospielstudio Z-Software in Lünen
Um die Existenz spielen
Teil 3: Leitartikel – Was Videospiele mit der Wirklichkeit zu tun haben
„Es gibt aufklärerische Spiele“
Teil 3: Interview – Historiker Nico Nolden über Politik und Geschichte in Videospielen
Was Karten verraten
Teil 3: Lokale Initiativen – Bildungsforscher Michael Morawski über Gaming und Geographiedidaktik
Meine fremde Wohnung
Niederlande als Vorreiter für gesundheitsfördernde Videospiele – Europa-Vorbild Niederlande
Tagebuch eines Kellerkinds
Wie Physik-Engines und NPCs einem das Leben vermiesen können – Glosse
Mehr, mehr, mehr!
Intro – Eine eigene Geschichte
Mehr als einem lieb sein kann
Teil 1: Leitartikel – NS-Erbe: Das Arbeitsrecht unterdrückt politischen Widerstand von Beschäftigten
„Im Augenblick sehe ich keine kritische Masse für eine breite Bewegung“
Teil 1: Interview – Politologe Alexander Gallas über Protest, Streik und Generalstreik
Bildung für die diverse Gesellschaft
Teil 1: Lokale Initiativen – Der Kölner Stadtverband der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW)
Zweifel der Gesellschaft
Teil 2: Leitartikel – Erinnerungskultur muss sich von Ritualen verabschieden
„Verhindern, dass Wissen durch Geschichtspolitik ersetzt wird“
Teil 2: Interview –Historiker Jörn Leonhard über Angriffe auf die Erinnerungskultur
Gegen die Menschenverachtung
Teil 2: Lokale Initiativen – Das Fritz-Bauer-Forum in Bochum
Unser gemeinsames Einwanderungsland
Teil 3: Leitartikel – Wie wir eine freiere Zukunft gestalten können
„Das politische Handlungsbewusstsein fehlt“
Teil 3: Interview – Amadeu-Antonio-Stiftung: Lorenz Blumenthaler über Fremdsein und Diskriminierung
Integration unter Druck
Teil 3: Lokale Initiativen – Der Jugendmigrationsdienst Wuppertal begleitet Menschen durch ein widersprüchliches System
Den Banken widersprechen
Island und das Gemeinwohl – Europa-Vorbild Island
Deutsche Angst
Geschichte und Gedächtnis – Glosse
Deckmantel Gefühl
Intro – Guter Umgang