Samaria
Südkorea 2004, Laufzeit: 96 Min., FSK 16
Regie: Kim Ki-duk
Darsteller: Lee Eol, Kwak Ji-min, Seo Min-jung, Kwon Hyun-min, Oh Young, Im Gyun-ho, Jung Yoon-soo, Lee Jong-gil, Shin Taek-ki, Park Jung-gi, Kim Gui-seon, Seo Seung-won, Yoo Jae-ik, Jung In-gi, Jeon Jin-bae, Yook Sae-jin, Hong Hye-ryung, Seol Han-sol
Schuld und Sühne auf kleiner Bühne
Kinokeule (541), 02.04.2007
Die zartbittere Stimmung des Films erinnerte mich sehr an Hana-Bi und genauso endet dieser Film mit einer langen Reise der Hauptpersonen.
Die Erzählung zog mich rasch in den Bann. Obwohl große Themen behandelt werden, so ist dies ein recht unaufgeregter Film, der realitätsnahe Bilder zeichnet. Dabei bietet der Film immer wieder Überraschungen, die zum Teil auch aus einer kulturellen Unterschiedlichkeit stammen. Einzig das ?alternativ? eingebaute Ende des Filmes überzeugte mich nicht. Grundsätzlich habe ich Probleme wenn sich ganze Handlungen als geträumt oder anderweitig in Luft auflösen (4 Sterne).
Falscher Text
glenz (1), 10.01.2005
Bitte die Kritik von \"Samaria\" auch zu \"Samaria\" stellen und nicht die vom \"Phantom der Oper\". Danke
Vatis Rache
Colonia (683), 10.12.2004
In seinem elften Film wagt sich Kim Ki-duk wieder einmal an Tabu-Themen. Deswegen ist er in Korea übrigens nicht so gern gesehen. Seine Filme behaupten sich auf dem internationalen Markt deutlich besser als auf dem nationalen. Dabei ist es gar nicht die gezeigte Brutalität oder Gewalt, die die Menschen im Heimatland abschreckt. Im Gegenteil: "Old Boy", ein Rachedrama, war dort ein Blockbuster. Aber "Old Boy" führt das Thema "Rache" und damit einhergehende Brutalitäten zu einem sehr konsequenten Ende. Das tut Kim Ki-duk nicht.
Das Rachethema in "Samaria" ist sicher von fragwürdiger Moral, aber seien wir doch mal ehrlich: Wenn so ein blöder Kinderficker ordentlich eins vor den Latz kriegt, dann tut das schon irgendwie gut.
Kim Ki-duks Film zeigt ein sehr modernes Korea und Kids zwischen Handys, Laptop und Internet. Seine Herbstsfarben sind mal wieder von leuchtender Intensität wie sonst nirgends. Ein bisschen Pathos schwingt in einigen Szenen mit und der O-Ton tut dem Film hörbar gut.
Leider reicht "Samaria" nicht nur optisch bei Weitem nicht an den Vorgänger "Frühling, Herbst ..." ran. Die poetischen Bilder sind hier in der Minderzahl, die Story ist ein wenig unausgegoren weil inkonsequent. Dennoch ist "Samaria" ein guter Film zum weltweit aktuellen Thema "Kinderprostitution" - wenn auch aus ungewöhnlichem Blickwinkel.
Ein weiteres Meisterwerk!
zeytooon (23), 05.12.2004
Nach 'The Isle' und 'Frühling, Sommer, Herbst, Winter...' ein weiterer extrem beeindruckender Film von Kim Ki-Duk.
Eine Nacherzählung muss ich mir sparen. Der Film hat soviele Ebenen, das hier der Platz zur Beschreibung niemals ausreichen würde. Am Besten Ihr schaut einfach selbst.
Kim Ki-Duk's Geschichten, Bildsprache, Darsteller und besonders sein tiefer Bezug zur Natur sind einfach "unbedingt sehenswert".
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