Coyote Ugly
USA 2000, Laufzeit: 90 Min., FSK 6
Regie: David McNally
Darsteller: Piper Perabo, Adam Garcia, Maria Bello, Tyra Banks, John Goodman, Melanie Lynskey, Adam Alexi-Malle, Izabella Miko, Bridget Moynahan
Die Grundidee zu "Coyote Ugly" liest sich in zwei Sätze verpackt so: Ein Mädchen vom Land kommt in die große Stadt in der Hoffnung, sofort das große Los zu ziehen und den Erfolg gepachtet zu haben. Das große Los bleibt zunächst aber aus, statt dessen muß die Heldin ganz unten anfangen. Ja, es klingt ein wenig nach der Story von "Flashdance", der in den achtziger Jahren ein Millionenpublikum begeisterte. Und eigentlich ist diese Assoziation gar nicht so abwegig, denn der Produzent von "Flashdance" und der von "Coyote Ugly" sind ein und derselbe Mann: Jerry Bruckheimer. Wer jetzt aber denkt, daß "Coyote Ugly" nur ein Abklatsch von "Flashdance" ist, der sieht sich schon bald getäuscht. Und wer glaubt, Bruckheimer könne heutzutage nur noch Materialschlachten wie "The Rock" oder "Con Air" auf die Leinwand bringen, wird erst recht eines besseren belehrt.Die Heldin Violet Sanford (Newcomerin Piper Perabo, die sich schnell in die Herzen der Zuschauer spielt) gerät auf der Suche nach dem großen Durchbruch in die titelgebende New Yorker In-Bar Coyote Ugly, in der vier Frauen (Maria Bello, Melanie Lynsky, Izabella Miko und Supermodel Tyra Banks) hinter - und manchmal auch auf - der Theke stehen und ihre vorwiegend männliche Kundschaft ins Schwitzen bringen (und so ganz nebenbei den Getränkeumsatz in die Höhe treiben). Violet lernt schnell, wie sie sich geben muß, um von "ihrem" Publikum geliebt zu werden, vor allem von Kevin (Adam Garcia)."Coyote Ugly" hat mit "Flashdance" tatsächlich nur den Produzenten gemeinsam. Daß der Film so gut ist, verdankt er vor allem einem starken Frauenquintett, doch auch wenn man bei der Werbung für den Film mit fünf hübschen Gesichtern befürchten (oder hoffen) könnte, daß die Geschichte zugunsten einer massiven Fleischbeschau die zweite Geige spielen müßte, sieht sich der Kinogänger schon bald getäuscht. Unter der Regie von David McNally wird eine Geschichte erzählt, die zu gleichen Teilen überzeugend, spannend und erotisch ist - und sehenswert.
(Ralph Sander)
Der Filmfrühling ist angebrochen
Die erste Jahreshälfte startet mit bedeutenden Filmfestivals – Vorspann 04/25
Filmischer Feminismus
Das IFFF 2025 in Köln – Festival 04/25
Über die Todesangst
„Sterben ohne Gott“ im Filmhaus – Foyer 03/25
Alles für die Musik
Publikumspremiere von „Köln 75“ im Cinenova – Foyer 03/25
Schlechte Zeiten?
Merz im März und ernste Kost im Kino – Vorspann 03/25
Mit Trauer umgehen
„Poison – Eine Liebesgeschichte“ im Odeon – Foyer 02/25
Gute Zeiten
Wie lang darf ein Film sein? – Vorspann 02/25
Bittersüße Dystopie
„Ein schöner Ort“ in der Aula der KHM – Foyer 01/25
Zeit-Fragen
Symposium der dokumentarfilminitiative im Filmhaus – Foyer 01/25
Parthenope
Start: 10.4.2025
Ernest Cole: Lost and Found
Start: 17.4.2025
Oslo Stories: Liebe
Start: 17.4.2025
Quiet Life
Start: 24.4.2025
Toxic
Start: 24.4.2025
Volveréis – Ein fast klassischer Liebesfilm
Start: 1.5.2025
Oslo Stories: Träume
Start: 8.5.2025
Wenn das Licht zerbricht
Start: 8.5.2025
Kino als Empathie-Maschine
Warum wir Kino in Zukunft mehr brauchen denn je – Vorspann 01/25
Mission: Impossible – The Final Reckoning
Start: 21.5.2025
Oslo Stories: Sehnsucht
Start: 22.5.2025
Das Kanu des Manitu
Start: 14.8.2025
Stark durch Solidarität
„Billige Hände“ im Filmhaus – Foyer 12/24
Übers Ankommen in Deutschland
„Zwischen Sein und Nichtsein“ von Leocadie Uyisenga – Film 12/24
Toleranz zum Jahresende
Mit Kino zu mehr Empathie finden – Vorspann 12/24
Tron: Ares
Start: 9.10.2025