Kieran Joels „Don Quijote“-Adaption am Bauturm will mit Konventionen brechen und den Ritter von der traurigen Gestalt als Prototyp postmoderner Literatur feiern. Das Publikum am Donnerstag sah die Sache allerdings anders.
Mal nur lustig: gehobener Unfug und abgründiger Wahnsinn von Ray Cooney.
Ein Theater-Experiment an ungewöhnlichem Ort: Anhand des gesellschaftlich gescheiterten Dichters Thomas Chatterton fragte das Ulbe-Ensemble nach den Möglichkeiten von Widerstand und Entfaltung in der Gesellschaft.
Daniel Schüßlers „Nur Utopien sind noch realistisch“ und Ulrike Janssens „Bilqiss“ teilen sich den diesjährigen Hauptpreis.
Für den Hooligan Heiko sind Schlägerein ein Weg, sich selbst zu spüren. Nuran David Calis will aber keinen „Milieuvoyeurismus“ auf die Bühne bringen, sondern mit seiner „Hool“-Inszenierung der Gewalt in der Gesellschaft auf den Grund gehen.
Die Operette von 1874, basierend auf einem französischen Lustspiel, ist weniger für ihre Handlung als für ihre Musik und die feierliche Stimmung bekannt. Nach Wiener Tradition wird mit Blick auf Silvester eine neue Inszenierung von Petra Luisa Meyer präsentiert.
Die australische Choreografin Prue Lang spricht über schwarze Materie, schwarze Löcher und die Uraufführung von „Zaurak“ im Tanzhaus NRW in Düsseldorf, die sie mit dem MichaelDouglas Kollektiv erarbeitet.
Das Veranstaltungsprogramm für das Frühjahr war fast fertig, die Übergabe der künstlerischen Leitung an Madhusree Dutta in vollem Gange, doch nun fehlen 40 Prozent vom städtischen Zuschuss. Ein Kommentar.
Wenn das Klima seinen Gipfel erreicht: Dürrenmatts Tragikomödie um einen Wissenschaftler, der seine Weltenformel im Irrenhaus vor Missbrauch zu schützen versucht, wird an den Kammerspielen frisch aufgeladen.
Frank Heuel holte mehrere Produktionen nach Bonn, die er in den letzten 12 Monaten in Istanbul erarbeitet hat.

Berd-Eeren für alle
„Der Tag, an dem die Oma das Internet kaputt gemacht hat“ am Theater der Keller – Auftritt 06/26
„Höchste Qualität nach Köln holen“
Intendant Hein Mulders über den Umzug der Oper in das Haus am Offenbachplatz – Interview 06/26
„Man darf sich selbst nicht aus den Augen verlieren“
Regisseurin Emel Aydoğdu über „Touch The Line“ am Freien Werkstatt Theater – Premiere 06/26
Zauberhaft und antiquiert
„Laterna Magica“ am Theater Bonn – Prolog 05/26
„Wie küsst man richtig?“
Regisseur David Vogel und Choreografin Nina Mackenthun über das Stück „Hundert“ am Schauspiel Köln – Premiere 05/26
Das Phantom der Keller
„Walter Bockmayer. Der andere Millowitsch“ am Theater der Keller – Auftritt 05/26
Schweigen, Flucht und Tod
„Einfach das Ende der Welt“ am Theater Bonn – Prolog 04/26
„Jeder ist Medea“
Regisseur Rüdiger Pape über „Medea 2.0“ am Orangerie Theater – Premiere 04/26
Leichmann statt Leichnam
„Unterweger“ am Schauspiel Köln – Auftritt 04/26
Im Netz der Lügen
„Dear Evan Hansen“ am Jungen Theater Bonn – Prolog 03/26
Die Anarchie der Wörter
„Terrorist:innen“ am Orangerie Theater – Auftritt 03/26
„Wir wollen Räume für ein anderes Zuhören öffnen“
Regisseur Martin Schulze und Dramaturgin Ulrike Janssen über „Wem gehört das Volk?“ am TdK – Premiere 03/26
Rache und Gerechtigkeit
Feministische Version der „Orestie“ am Schauspiel Köln – Prolog 02/26
Hüpfen, nicht denken
„Du musst dich entscheiden!“ am Schauspiel Köln – Auftritt 02/26
Spuk mit Fragezeichen
„2:22“ am Kleinen Theater Bad Godesberg – Prolog 02/26
„Wir denken an ein liebevolles Beschimpfen“
Das Cuma Kollektiv inszeniert „Bühnenbeschimpfung“ am Freien Werkstatt Theater – Premiere 02/26
Das Meer in dir
„Aqua@Cycles“ in der Alten Feuerwache – Theater am Rhein 01/26
Im Hamsterrad des Grauens
„Der Gott des Gemetzels“ am Theater Bonn – Prolog 01/26
„Als säße man in einem flirrenden Zirkuszelt“
Regisseur Sergej Gößner über „Der fabelhafte Die“ am Comedia Theater – Premiere 01/26
Der Tanz der Krähe
„Die Ecke“ in der Alten Wursterei – Auftritt 01/26
Auszeit der Ewigkeit
„Pyrofems“ von Wehr51 im Studio Trafique – Auftritt 12/25
Praktisch plötzlich doof sein
Helge Schneider präsentiert seine neue Tour – Prolog 12/25
„Man spürt den Theatermenschen“
Dirigent Daniel Johannes Mayr über die Bonner Wiederentdeckung der Oper „Die Ameise“ – Premiere 12/25
So verwirrend wie das Leben
„Berlin Alexanderplatz“ am Schauspiel Köln – Prolog 11/25
Verlorene Jahre
„The Drop“ am Jungen Schauspiel in Düsseldorf – Prolog 11/25