Es gibt 398 Beiträge von Raspa
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24.03.2011
Ich habe dem Film eine zweite Chance gegeben, doch leider kann ich mein damaliges Urteil nicht revidieren. Von allem gibt es zuviel:
Zuviel demonstrative Schauspielkunst, zuviel tränenfeuchte Augen, zuviel braungetöntes Licht, zuviele Irrungen und Wirrungen,zuviele Anspielungen auf den "Great Gatsby", zuviele edle Sätze ("We're mysterious creatures, aren't we?" - Wer, bitte, sagt so etwas, es sei denn, er oder sie gehört in ein verstaubtes Theaterstück?) Schade um den großen Aufwand, schade um die vielen exzellenten Schauspier(innen).
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20.02.2011
Ich stimme Woelffchen zu und empfehle ebenfalls dringend die OmU-Fassung. Die Übersetzung ist bis auf wenige Kleinigkeiten ausgezeichnet, auch dem weniger Sprachkundigen geht so nichts verloren. Darsteller allesamt ausgezeichnet, mit einem überragenden Colin Firth in der Hauptrolle. Natürlich geht der Film ein wenig in Richtung Bio-Pic, die politischen Hintergründe werden eher gestreift als wirklich ausgeleuchtet. An einigen wenigen Stellen ( "I have a voice!" ) wird etwas dick aufgetragen, aber insgesamt ist die psychologische Konstellation angemessen in Szene gesetzt.Gesamturteil: Sehenswert.
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06.02.2011
Wer, wenn nicht Eastwood, vermag momentan Filme zu drehen, die ein großes Publikum ( nicht nur diejenigen Zuschauer, die man sonst im Programmkino antrifft ) ohne jede Hektik und ohne Effekthascherei zwei Stunden lang fesseln und sie sehr nachdenklich aus dem Kinosaal entlassen? Der Mann ist über 80 und dreht einen wunderbaren Film nach dem anderen, und er schreibt sogar selber noch die - freilich nicht ganz so bedeutende - Musik dazu. Wobei Hereafter vielleicht nicht der allerbeste sener jüngsten Filme ist, aber immer noch einer, der den Durchschnitt weit überragt. All das erinnert mich ein wenig an den alten Fontane, der auch erst in seinen letzten beiden Jahrzehnten zu dem großen Dichter reifte, dessen Romane immer besser wurden, je älter er wurde. Da kann man nur ausrufen: Play it again, Clint!
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21.01.2011
Ich kann Kinokeule sagen, wie die Wirkung war. Zwar habe ich "Psycho" erst in den 70ern in einem vollbesetzten Kino gesehen, aber auch damals war die Wirkung fulminant: Ich habe nie wieder ein so elektrisiertes Publikum erlebt. Alle waren mucksmäuschenstill, niemand raschelte mit Papier oder gab lautstarke Kommentare von sich. Ein grandioses Erlebnis. Die Tatsache, dass es bei uns keine wirkliche Kinokultur gibt ( für Jugendliche gibt es außer Star Wars fast nichts aus dem 20. Jahrhundert, das von Interesse wäre ), hat den Vorteil, dass gewöhnlich kein junger Mensch den Inhalt von "Pscho" kennt. Ich habe den Film zweimal zur Analyse filmischer Techniken benutzt, und selbst unsere heutigen Jugendlichen sind immer noch gefesselt und lassen sich willig auf des Meisters falsche Fährten locken.
Zuletzt noch ein Wort zur Vorlage: Truffaut behauptet in seinem Interview mit Hitch, der Roman sei schwach und führe den Leser auf trügerische Weise in die Irre. Das ist einfach falsch. Der Roman von Robert Bloch ist absolut lesenswert. Bei ihm steht allerdings Bates sehr viel stärker im Mittelpunkt, und das psychoanalytische Element ist sehr viel ausgeprägter als im Film, in dem die Erklärungen des Psychologen am Ende ja etwas aufgesetzt wirken ( die einzige kleine Schwäche dieses Meisterwerks ). Insgesamt ein Film, den man in Abständen immer wieder sehen sollte!
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16.01.2011
Es wird oft wenig gesprochen, statt dessen dominieren, v.a. zwischen den beiden Protagonisten, Blicke und körpersprachliche Signale. Und das beherrschen zwei Mimen wie Berger und Ganz natürlich vorzüglich. Man hätte sich aber bisweilen schon etwas mehr Gesprächigkeit gewünscht. Patienten wie Fred haben z.B. oft mehr Angst vor möglicher Inkontinenz als Folge einer Operation als vor Impotenz. Warum wird das nicht ausgesprochen? Nicht jeder Zuschauer weiß so etwas ohnehin. Und auch das Ende - ich will nicht "spoilen" - ist für mich dramaturgisch nicht genügend vorbereitet und war für mich eigentlich nur schwer nachvollziehbar.
Noch ein Appell ans Bambi. Muss man einen solch kurzen Film wirklich ohne jedes Vorprogramm beginnen lassen? Man weiß doch darum, wie schwierig das Parken dort ist, und es ist schon ärgerlich, wenn man bei geringer Verspätung bereits die ersten Minuten verpasst hat.
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12.01.2011
Gut, ich habe den Film nicht in OmO gesehen, denke aber, dass die Synchronisation ordentlich gelungen ist. Ich kann bestätigen, dass "Tamara" eine wirklich sehr gelungene Komödie ( mit einigen tragischen Nebentönen ) ist. Alle Darsteller sind gut, hervorheben möchte ich aber besonders die beiden teenage girls, die umwerfend natürlich die für ihr Alter typische Gefühlsmixtur präsentieren. Herrlich!
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09.01.2011
Wahrhaftig, nichts für schwache Nerven. Homo homini lupus est? Wenn man diesen Film gesehen hat, muss man sagen: Nein - damit täte man den Wölfen Unrecht. Es ist schrecklich, dass es die hier gezeigte Welt gibt; es ist gut, dass sie uns so unverstellt gezeigt wird. Ein sehr, sehr guter Film.
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05.01.2011
Es kann ja gefährlich sein, sich Filme oder Serien anzusehen, die man vor vielen Jahren mal toll fand. Manchmal ist man dann sehr enttäuscht - ging mir z.B. vor einiger Zeit mit "Harold and Maude" so, den damals alle über den grünen Klee lobten. Heute eher ein Langweiler. "Planet der Affen" habe ich 1970 oder 71 in einem Kölner Bahnhofskino ( ja, so was gab es damals! ) gesehen und war begeistert. Es folgten dann ja noch mehrere Sequels von unterschiedlicher Qualität. Jetzt also ein Wiedersehen auf DVD und natürlich im Original - und ich muss sagen, es hat immer noch Spaß gemacht. Auch wenn manches ein wenig angestaubt wirkt, so ist die liebevolle Darstellung der verschiedenen menschlichen und äffischen Charaktere und die gekonnte Parodie ideologischen und pseudowissenschaftlichen Geschwätzes durch die Paviane ( also die Affen, die, frei nach Orwell, gleicher als die anderen Affen sind ) immer noch ein nettes Vergnügen. Mit Sicherheit gehört dieser Film zu den besten SF - Streifen aus den Zeiten vor "Star Wars".
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02.01.2011
Die uralten Themen Verführung, Verführbarkeit, Treue und Untreue,Eifersucht werden hier noch einmal durchgespielt. Es gibt wenig äußere Handlung, und dennoch muss man sich durchaus nicht langweilen, denn die vier Hauptdarsteller spielen mit Hingabe, aber ohne zu dick aufzutragen. Leider waren in unserer Vorstellung eine ganze Reihe junger Besucher/innen, die mit einem nur sehr langsam Fahrt aufnehmenden Plot, der stark von Dialogen und Blicken lebt, geistig überfordert waren und dies durch dümmliche Bemerkungen zu kompensieren versuchten. Möglicherweise werden durch die Popularität der beiden Hauptdarstellerinnen Besucher angelockt, die besser in den Otto-Film gingen. Für die Leser dieses Forums hingegen: sehenswert.
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23.12.2010
Ich habe mich belehren lassen, dass es sich bei dem männlichen Hauptdardarsteller aus "Juno" nicht um Jesse Eisenberg, sondern um Michael Cera handelt, der eine gewisse Ähnlichkeit mit jenem aufweist. Ich hoffe, die Cineastengemeinde verzeiht mir diesen Irrtum.
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