Während die Mitarbeiter und Ensembles der Stadttheater in die wohlverdienten Ferien gehen, blühen die immer zahlreicher werdenden Freiluft- Bühnen im Lande auf. Besonders nachmittägliche Familien- und Kindervorstellungen werden immer beliebter, wobei Musical-Inszenierungen wieder einen Großteil der Darbietungen ausmachen. Aber bevor wir in die Sommerfrische aufbrechen, noch ein kleiner Ausflug in den „geschlossenen (Theater-)Raum“ – was vielleicht auch dem Titel des Stücks „geschuldet“ ist: „Singin‘ in the Rain“. Absolventen der Kölner Arturo-Schauspielschule agieren in Bianca Lehnards „stummer“ Adaption simultan zum deutschen Synchronton des Films und lassen diese einmalige „Bild- und Tonwerdung der guten Laune“, die dem Zuschauer das Gefühl vermittelt, aufspringen und mittanzen zu müssen, in einem neuen, ironisierenden Gewand auferstehen (Bauturm Theater Köln, 4./6.8.). In den Füßen juckt es einen auch bei „Fame“ auf der Freilichtbühne Meppen (31.7./6./7./13./14./20./21./27./28.8.).
Auf zum schönen Niederrhein! Dort sind gegenwärtig zwei der hinreißendsten und innigsten Ausstellungen in NRW zu sehen: mit herman de vries auf Schloss Moyland bei Bedburg und Ettore Spalletti im Museum Kurhaus in Kleve...
Dass im Sommer nix los ist mit der Live-Musik, das sind Nachrichten von gestern. Alle Welt lockt mit Summer-Specials die Daheimgebliebenen, die durch Häuslichkeit eingesparten Euroscheine für kleine Festivals mit anerkannten Größen locker zu machen.
Der ÖPNV ist ein guter Freund des Clubbers. Damit ist nicht nur die kleine Schmalspurbahn im Westfalenpark gemeint, auf der sich die Besucher des diesjährigen Juicy Beats zum ersten Dortmunder Auftritt der Goldenen Zitronen seit einem Neonazi-Überfall auf ihr Silvesterkonzert vor knapp 20 Jahren kutschieren lassen können.
Auch wenn die meisten Theater hierzulande in den Sommerferien ihre verdiente Pause machen, braucht man nicht unbedingt an den Broadway oder ins Londoner Westend zu fahren, um seiner Musical-Leidenschaft nachzugehen.
Worin besteht Deutschlands Beitrag zur Tanzkunst des 20. Jahrhunderts? Im Ausdruckstanz und im Tanztheater. Letzteres ist ohne das Werk von Pina Bausch nicht denkbar, die am 30. Juni mit 68 Jahren starb.
Als die ersten Sänger eintrafen, soll es noch nach Pisse gestunken haben. Sehr wahrscheinlich. Denn das Auge riecht mit. Die Anwohner markieren ihre Haltestelle gern, wenn sie an der Bahnhaltestelle Eichbaum nach einem Kneipenabend in Mülheim oder in Essen aussteigen.
Bochum Total wäre „beinahe abgesoffen“, so Festivalleiter Marcus Gloria. Ein vergleichbares Unwetter wie am Donnerstag und Freitag gab es in den 24 Jahren des größten Umsonst und Draußen-Festivals des Landes noch nie. Einige Konzerte mussten sogar abgebrochen und abgesagt werden. Wenigstens der Auftritt von Culcha Candela am Freitagabend konnte sturmfrei über die 1Live-Bühne gehen.
Wie weit dürfen Bilder gehen, um noch Bilder zu sein? Wie klar muss und wie unklar darf ihr „look“ sein, wie vertragen sich zeitgemäß und überzeitlich miteinander und wie verbindlich ist Abstraktion?
Ecki schiebt sich den Hut in die Stirn. Gerade hat er wieder gesehen, welche geilen Bands im Sommer über den Alten Kontinent streunen, immer auf der Suche nach dem zusätzlichen Gig für ihren löchrigen Tourneeplan.

Unerhörte Musik
Festival Her:voice in Essen – Oper in NRW 03/26
Helden und große Gefühle
Die fulminanten Choreographien von Brig Huezo – Tanz in NRW 03/26
Weg der Erleuchtung
„Awakening“ an der Oper Bonn – Oper in NRW 03/26
Mit Flöte und Balafon
Jakob Manz European Jazz Night in Köln – Improvisierte Musik in NRW 02/26
Gleichheit und Freiheit
„Grund und Boden“ in K21 in Düsseldorf – Kunst in NRW 02/26
Irrlichterndes Begehren
„Le Nozze di Figaro“ an der Oper Köln – Oper in NRW 02/26
Nie erkaltender Stoff
„I Capuleti e i Montecchi“ in der Kölner Philharmonie – Klassik am Rhein 02/26
Frischer Wind
Louis Philippson im Konzerthaus Dortmund – Klassik an der Ruhr 02/26
Keine Entspannung
Kulturmanagerin Mechtild Tellman über die Zukunft des Tanzes – Tanz in NRW 02/26
Völlig natürlich atmen
Gitarrist Bill Frisell im Dortmunder Domicil – Improvisierte Musik in NRW 01/26
Dirigat mit Temperament
Konzerte mit dem neuen Kölner GMD Andrés Orozco-Estrada – Klassik am Rhein 01/26
Väter und Söhne
Christoph und Julian Prégardien in Dortmund und Köln – Klassik an der Ruhr 01/26
Aus der Perspektive
Ingrid Wiener im Marta Herford – Kunst in NRW 01/26
Hymne an Liebe und Toleranz
„Der Barbier von Sevilla“ an der Oper Bonn – Oper in NRW 01/26
Ab in die Hölle
Zwei Opern mit Bezug zu Dantes „Inferno“ in Gelsenkirchen – Oper in NRW 01/26
Spiel mit der Psyche
Hofesh Shechter gastierte mit seiner Tanzkompanie in Köln – Tanz in NRW 01/26
Internationales Silvesterfest
Künstler von drei Kontinenten begegnen sich in Köln – Klassik am Rhein 12/25
Vom Ausstellen
Hans-Peter Feldmann im Kunstpalast Düsseldorf – Kunst in NRW 12/25
Orgeltrio mit frischem Sound
„Deadeye“ im Kölner Stadtgarten – Improvisierte Musik in NRW 12/25
Bach mit E-Gitarre
Das Ensemble Resonanz in Köln und Dortmund – Klassik an der Ruhr 12/25
Liebe überwindet den Tod
„Orpheus und Eurydike“ am Gelsenkirchener MiR – Oper in NRW 12/25
Tanz schärft die Sinne
IP Tanz feiert 30. Geburtstag – Tanz in NRW 12/25
Ein letzter Gruß
Das Hagen Quartett verabschiedet sich vom Kölner Publikum – Klassik am Rhein 11/25
Über Macht und Identität
Die Herner Tage Alter Musik 2025 – Klassik an der Ruhr 11/25
Singende Fische
„Die Frau ohne Schatten“ am Theater Bonn – Oper in NRW 11/25