Gibt es so etwas wie das Anrecht des Menschen auf Sex? Auf nichts Geringeres lief die Diskussion um den damals 25-jährigen Asta Philpot 2007 hinaus. Philpot, der seit seiner Geburt an einer Art von Gelenksteife leidet, kann nur einen kleinen Teil seines Körpers bewegen. Und in einer Welt, die übersättigt ist mit Sexangeboten und -anspielungen, bleibt behinderten Menschen der Zutritt zu einem entscheidenden Teil der Gesellschaft und des Lebens oft verwehrt. Bevormundung ist dabei nur ein Bestandteil des Problems. In den Niederlanden existiert daher eine Gruppe Freiwilliger, die körperlich Behinderten Zugang zu legalen Sexangeboten ermöglicht. Doch fördern solche Initiativen nicht gerade eine Ghettoisierung, indem sie das Recht auf eine Art „Wohltätigkeitssex“ proklamieren, wie sich kritische Stimmen äußern? Nachdem Philpot von einem legalen und barrierefreien spanischen Bordell erfährt, entschließt er sich zu einer Spanien-Reise der anderen Art. Die ungewohnte Erfahrung lässt ihn selbstbewusster und souveräner im Umgang mit Frauen werden. Nur wenig später tritt er die Reise erneut an, in Begleitung zweier weiterer Männer und eines Filmteams: 2007 erscheint die BBC-Dokumentation „For One Night Only“ als non-fiktive Vorlage der Tragikomödie „Hasta la Vista“. Ein wesentlicher Unterschied zwischen Realität und Spielfilm: Während Philpot die Fahrt gemeinsam mit seinen Eltern antrat, reisen die drei Protagonisten aus „Hasta la Vista“ auf eigene Faust. Nur so kann die – eher zweckmäßige – Fahrt auch zu einem Kino-Abenteuer werden.
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