Der politische Diskurs scheint sich nach rechts verschoben zu haben. Meron Mendel, Direktor der Frankfurter Bildungsstätte Anne Frank, spricht im Interview über rechte Tendenzen in Gesellschaft und Politik und über wirksame Gegenstrategien.
Gerne richten wir den moralischen Zeigefinger auf Unternehmen, deren Gebahren wir besonders verurteilen. Doch unser Wirtschaftssystem ruht nicht auf einzelnen Unternehmen. Längst sind wir alle verstrickt in ein ausbeuterisches System, das weltweit Elend produziert. Beispiel Kleidung.
Liebgewonnene Besitztümer in fremde Hände verleihen? Klar! Es sind doch nur Nutzgegenstände, die ihrem Namen erst in den Händen Vieler gerecht werden. Und die neu gewonnene Gesellschaft kommt womöglich auch noch uns selbst zugute – mutmaßt unsere Glosse.
Müssen Geschäfte stets auf Kosten Anderer erfolgen, durch Ausbeutung von Arbeitskräften und Umwelt? Oder geht es auch anders? Zwei nachhaltige Geschäftsideen in Köln zeigen, dass Handel auch fair sein kann und dass „Öko“ nicht nur Biolatsche bedeutet.
Wirtschaft habe sich nicht um Moral zu kümmern, sondern um Gewinn, lautet ein gängiger Gedanke. Der Ökonom und Philosoph Christoph Lütge betont dagegen im Interview, dass guter wirtschaftlicher Wettbewerb ethischen Prinzipien dient.
Die meisten Menschen möchten in den eigenen vier Wänden selbständig leben und alt werden. Gelingt das nicht, dann ist das Altenheim nicht die einzige Option. Mehrgenerationenhäuser und Wohngemeinschaften bieten soziale und pflegerische Unterstützung.
Was wir wirklich wollen? So bleiben wie wir sind! Doch ehe wir uns versehen, machen uns im Alter Gebrechen oder Geldmangel einen Strich durch die Rechnung. Kurzum: Verbesserungsbedarf beim glücklichen Altwerden, findet unsere Glosse.
Mit dem Alter droht die Einsamkeit, so die weit verbreitete Befürchtung. Dass das nicht zwangsläufig so sein muss, zeigen zwei Kölner Wohn- und Lebensprojekte, in denen alte und junge Menschen Seite an Seite wohnen und einander helfen.
Im Alter kann das seit Jahrzehnten vertraute Zuhause zu einer Hürde werden. Der Gerontologe Andrea Teti spricht mit uns über altersgerechtes Wohnen, demographischen Wandel und darüber, wie wir in Zukunft zusammenleben werden.
Ohne Vater aufzuwachsen kann für Betroffene schwere Folgen haben, sogar lebensbedrohend sein und Straffälligkeit fördern. Politik und Gesellschaft kann das nicht gleichgültig sein. Aber was ist zu tun?

Fehlbilanz
Intro – Mündig
Die unmögliche Schule
Teil 1: Leitartikel – Lernen und Lehren zwischen Takt und Freiheit
„Wirklich Interesse zeigen“
Teil 1: Interview – Pädagogin Inke Hummel über die Beziehung zwischen Jugendlichen und Erwachsenen
Freude am Lernen lernen
Teil 1: Lokale Initiativen – Der Verein In Via Köln und die Motivia-Werkstattschule
Überwachen und Strafen
Teil 2: Leitartikel – Eine gesenkte Strafmündigkeit würde nicht zu mehr Sicherheit führen, sondern zu mehr Kindern und Jugendlichen im Knast.
„Kinder, die Probleme machen, haben in der Regel auch Probleme“
Teil 2: Interview – Kriminologin Nadine Bals über Jugendstrafrecht und Strafmündigkeit
Helfen statt strafen
Teil 2: Lokale Initiativen – Die Evangelische Jugendhilfe Bochum
Jedem sein Kreuz
Teil 3: Leitartikel – Über Mündigkeit an der Wahlurne
„Wir empfehlen, das Wahlalter zu senken“
Teil 3: Interview – Demokratieexperte Jonathan Hoffmann über die Wahlbeteiligung von Jugendlichen
Was junge Menschen bewegt
Teil 3: Lokale Initiativen – Filmreihen von Jugendlichen im Medienprojekt Wuppertal
Machtinteresse
In Österreich wählen bereits 16-Jährige – Europa-Vorbild: Österreich
Die Reifeprüfung
Erst zornig, dann stur. Das Leben des Homo politicus – Glosse
Erschütternd normal
Intro – Gegenwehr
Glaube und Geld
Teil 1: Leitartikel – Gegen den milliardenschweren Kulturkampf der rechten Christen hilft kein Beten
„Man darf auswählen, wem man sich unterwerfen will“
Teil 1: Interview – Religionssoziologe Gert Pickel über christliche Influencer
Rauf mit der Hemmschwelle
Teil 1: Lokale Initiativen – Die Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus Köln
Die Gefahr im eigenen Zuhause
Teil 2: Leitartikel – Gewalt gegen Frauen nimmt zu und betrifft die ganze Gesellschaft
„Es wird versucht, das Strafrecht als politisches Mittel zu nutzen“
Teil 2: Interview – Juristin Susanne Beck über Gewalt gegen Frauen
Eine bessere Zukunft
Teil 2: Lokale Initiativen – Die Frauenberatungsstelle Duisburg
Lebensrealität anerkennen
Teil 3: Leitartikel – Schwangerschaftsabbrüche zwischen Strafrecht und Selbstbestimmung
„Es geht um Kontrolle über Menschen, die schwanger werden können“
Teil 3: Interview – Medizinerin Alicia Baier zum Streit über Schwangerschaftsabbrüche
Raus aus der Grauzone
Teil 3: Lokale Initiativen – Solidarisch und unbeirrbar: Wuppertals Frauenverband Courage
Sensibel verzahnte Reformen
Wie Portugal Maßstäbe bei der Bekämpfung von Gewalt an Frauen setzt – Europa-Vorbild: Portugal
Der Kanzler und Hegel
Jetzt ist aber auch mal gut mit diesem ganzen Minderheitengedöns! – Glosse
„Die Wut unserer Generation ist keine Laune!“
Menschenrechts-Aktivistin Jennifer Follmann über den Frauenstreik zum 9. März