Man könnte es sich einfach machen und von Autoschrott sprechen, der verbogen und geknüllt ist und bunt gestrichen wurde. Das übersieht aber, dass der US-amerikanische Künstler John Chamberlain (1927-2011) solche Skulpturen für die Wand und im Raum schon in den 1960ern geschaffen hat und damit radikale Avantgarde war. Bei aller brachialen Kraft der Veränderung der Bleche bringen die fast poetischen, zarten Farbsetzungen die Skulpturen und ihre Lamellen geradezu zum Flimmern. Als wahre Skulpturen sehen sie von jeder Seite anders aus. Später hat Chamberlain mit Panoramafotos experimentiert. Auch diese sind in der musealen Ausstellung zu sehen.
John Chamberlain | bis 18.7. | Galerie Karsten Greve | 0221 357 10 12
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