Der Altphilologe Richard wurde jüngst emeritiert und weiß nicht, wie er seine Zeit sinnvoll ausfüllen kann. Zufällig stößt er auf Asylsuchende aus Afrika, die auf dem Berliner Oranienplatz kampieren und beginnt, sich für die Menschen in Not zu engagieren. Als Bewohner des alten Europas lernt er im Gespräch mit den jungen Afrikanern mehr über sich selbst, als er jemals zu träumen gewagt hätte. In einer Zeit, in der sich Tausende vor Repression, Krieg und Hunger auf den Weg nach Europa gemacht haben, hat Jenny Erpenbeck mit „Gehen, ging, gegangen“ einen so klugen wie sorgfältig recherchierten Roman über das Fremdsein und gegenseitiges Verstehen geschrieben. Im VHS Forum des Rautenstrauch-Joest-Museums spricht die Literaturkritikerin Sigrid Löffler mit Jenny Erpenbeck darüber, was es bedeutet, das „Buch zur Stunde“ zu veröffentlichen.
„Gehen, ging, gegangen“ – Lesung und Gespräch mit Jenny Erpenbeck | Mo 22.2. 19.30 Uhr | www.literaturhaus-koeln.de
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