Für die Einwanderer der ersten Generation hatte die Musik eine ganz besondere Bedeutung: Durch kollektives Singen war es ihnen möglich ein imaginäres Heimatland zu erschaffen, wodurch der Bruch mit dem Herkunftsland überwunden werden konnte. Gleichzeitig konnte damit eine Brücke für die neue Generation im neuen Land geschlagen werden. Für das Projekt „Heimatlieder aus Deutschland“ wurden Lieder von Chören und Bands gesammelt, die hierzulande gesungen werden. Die vielsprachigen Lieder, die von mehr als 60 Künstlern gesungen werden, kommen von gefühlt überall her, da gibt es kubanischen Son, kroatischen Klapagesang, mosambikanischen Marrabenta, portugiesischen Fado und sogar Unesco-geschützen Quan Ho Gesang aus Vietnam zu hören. Passend zum Tag der deutschen Einheit wird hier im Rahmen der Pluriversale, der aktuellen Veranstaltungskonstellation der Akademie der Künste der Welt, gezeigt wie die anderen 'Heimaten' und die gemeinsame 'neue deutsche Heimat' klingt.
Info: www.academycologne.org
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