Tore tanzt
Deutschland 2013, Laufzeit: 110 Min., FSK 16
Regie: Katrin Gebbe
Darsteller: Julius Feldmeier, Sascha Alexander Gersak, Swantje Kohlhof, Annika Kuhl
>> toretanzt-film.de/
Schockierende Parabel
Bis zum Ende
„Tore tanzt“ von Katrin Gebbe
Tore gehört zu den so genannten Jesus Freaks. Als er sich mit seiner Gruppe überwirft, nimmt ihn eine Familie auf, die in einem Schrebergarten wohnt. Der Vater terrorisiert die Familie und zunehmend auch Tore. Doch Tore bleibt und erduldet die Demütigungen und gewalttätigen Übergriffe.
Katrin Gebbes Debüt ist kompromisslos bis zum bitteren Ende. In Cannes wurde „Tore tanzt“, der einzige deutsche Beitrag in diesem Jahr, gleichermaßen ausgebuht und beklatscht. Das ist im Vergleich zu so vielen harmlosen deutschen Filmen sicher eine seltene Reaktion. Tatsächlich überrascht der Film auf vielfältige Art: mit überzeugenden Darstellern – allen voran Julius Feldmeier als Tore –, einer ungewöhnlichen Mischung aus Realismus und Allegorie und einer radikalen Umsetzung, die man im deutschen Kino selten erlebt.
American Film Institute Fest 2013: New Auteur Critic's Award
Kinofest Lünen 2013: Berndt Media Preis für den besten Filmtitel
Interview zum Film mit Katrin Gebbe
„Es ist vertraut, aber dennoch spannend“
Schauspielerin Barbara Auer über „Miroirs No. 3“ – Roter Teppich 09/25
Weinende Wände
Das Filmtheater als Begegnungs- und Spielstätte – Vorspann 09/25
„Das Leben ist absurd, nicht der Film“
Regisseur Elmar Imanov über „Der Kuss des Grashüpfers“ – Gespräch zum Film 08/25
Jung-Bäuerinnen bei der Arbeit
„Milch ins Feuer“ im Odeon – Foyer 08/25
Drama, Baby?
Das Arthouse und der Schenkelklopfer – Vorspann 08/25
Gar nicht mal so stumm
Die Internationalen Stummfilmtage in Bonn 2025 – Festival 08/25
Sommergefühle
Leichte Kino-Kost im Juli – Vorspann 07/25
Im Abschiebegefängnis
„An Hour From the Middle of Nowhere“ im Filmhaus – Foyer 06/25
Fortsetzung folgt nicht
Serielles Erzählen in Arthouse und Mainstream – Vorspann 06/25
Wohnen im Film
Die Reihe Filmgeschichten mit „Träumen von Räumen“ im Filmforum NRW – Filmreihe 05/25
Der Filmfrühling ist angebrochen
Die erste Jahreshälfte startet mit bedeutenden Filmfestivals – Vorspann 04/25
Filmischer Feminismus
Das IFFF 2025 in Köln – Festival 04/25
Über die Todesangst
„Sterben ohne Gott“ im Filmhaus – Foyer 03/25
Alles für die Musik
Publikumspremiere von „Köln 75“ im Cinenova – Foyer 03/25
Schlechte Zeiten?
Merz im März und ernste Kost im Kino – Vorspann 03/25
Mit Trauer umgehen
„Poison – Eine Liebesgeschichte“ im Odeon – Foyer 02/25
Gute Zeiten
Wie lang darf ein Film sein? – Vorspann 02/25
Bittersüße Dystopie
„Ein schöner Ort“ in der Aula der KHM – Foyer 01/25
Zeit-Fragen
Symposium der dokumentarfilminitiative im Filmhaus – Foyer 01/25
Kino als Empathie-Maschine
Warum wir Kino in Zukunft mehr brauchen denn je – Vorspann 01/25
Stark durch Solidarität
„Billige Hände“ im Filmhaus – Foyer 12/24
22 Bahnen
4.9.2025
Übers Ankommen in Deutschland
„Zwischen Sein und Nichtsein“ von Leocadie Uyisenga – Film 12/24
Beule – Zerlegt die Welt
Start: 11.9.2025
Kill the Jockey
Start: 18.9.2025