Das russische Kino wurde lange Zeit vom Staatsapparat beschnitten und zensiert. Mit Sergej Eisenstein kommt zwar einer der größten Filmemacher und Visionäre der Geschichte aus Russland, doch in der kommunistischen Ära wurde beinahe jede künstlerische Freiheit weitestgehend unterdrückt. Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion gelang es jedoch einigen russischen Filmemachern, sich zu entfalten und Kinoperlen auf die Leinwand zu zaubern, die internationales Format haben. Zuletzt schaffte das Alexander Sokurow mit seiner außergewöhnlichen „Faust"-Verfilmung, für die er in Venedig mit dem Goldenen Löwen auszgezeichnet wurde. Das Filmforum NRW widmet sich nun zusammen mit der Filmpalette in einer Filmreihe dem neuen russischen Kino und zeigt einige Kleinode der letzten Jahre. Den Auftakt macht am 8. November im Filmforum die Europa-Premiere des Filmes „Dirigent" über einen Orchester-Dirigenten, der in Jerusalem die Matthäus-Passion aufführen soll. Der litauische Hauptdarsteller Vladas Bagdonas wird persönlich vor Ort sein. Ein weiterer Höhepunkt der Reihe ist Slava Ross' wuchtiges Werk „Sibirien. Monamour". In der Einöde Sibiriens lebt der 7jährige Lyoshka allein mit seinem tiefreligiösen Großvater und wartet sehnsüchtig auf die Rückkehr seines Vaters. Sein einziger Freund ist ein Wolfshund, der nachts um die Hütte streift. Als es zu einem Unfall kommt und Lyoshka in eine Sickergrube fällt, macht sich sein Großvater im einsetzenden Schnee auf den Weg, um Hilfe für den Enkel zu holen.
Neue russische Filme | 8.-14.11. | Filmforum im Museum Ludwig und Filmpalette
Dirigent
Do 8.11. 19 Uhr, Filmforum im Museum Ludwig | Fr. 9.11. 18 Uhr, Filmpalette
Sibirien. Monamour
Sa. 10.11. 19 Uhr, Filmforum im Museum Ludwig | Mo 12.11. 18 Uhr, Filmpalette
Veselchaki
So. 11.11. 16.30 Uhr, Filmforum im Museum Ludwig | Mi 14.11. 18 Uhr, Filmpalette
White Tiger
So. 11.11. 19 Uhr, Filmforum im Museum Ludwig | Di. 13.11. 18 Uhr, Filmpalette
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