Das letzte Getriebe war im Opelwerk 2 in Bochum-Langendreer gerade vom Band gelaufen, da eröffnete das Theater ein Projekt mit dem beschwörenden Titel „This ist not Detroit“. Sicher, Bochum ist nicht gleichzusetzen mit der früheren Autometropole, dem Sinnbild für den Niedergang einer Stadt und zugleich Sitz der Opel-Mutter GM. Doch die Schließung der drei Opel-Werke bis 2016 dürfte die Kommune an der Ruhr erneut einem Strukturwandel unterwerfen.
NRW ist das Land des Tanzes. Mehr als 100 Choreographen leben an Rhein und Ruhr, und die Landesregierung lässt jährlich über 800.000 Euro Produktionsgelder für die Tanzkunst springen. Vor allem jedoch nimmt das Publikum so unmittelbar an den ästhetischen Entwicklungen des modernen Tanzes teil, wie man es sonst nur in Berlin beobachten kann.
Rein rechnerisch ist es beinahe eine Punktlandung. Aus der Perspektive geschickten Marketings allerdings ist Dortmunds Intendant Jens-Daniel Herzog schon reichlich spät dran mit seinem Verdi. Dessen Geburtstag hat sich zwar erst kürzlich zum 200. Mal gejährt, doch den Musikbetrieb hat das wenig geschert. 2013 wurde insgesamt zum „Verdi-Jahr“ erklärt und entsprechend bereits im Januar eröffnet.
Innerhalb der vielfach verschlungenen, verzweigten und verästelten Geschichte elektronischer Popmusik gibt es eine Langzeitbeziehung, die sich als überaus stabil erwiesen hat: die zwischen Akademie und Club. Traditionell verläuft die Arbeitsteilung in dieser Beziehung folgendermaßen. An den Hochschulen lernt man Technologie, Kompositionstechniken und die genaue Beschaffenheit der Frequenzgänge.
Es war ein schöner Gedanke, dass der Jazzdinosaurier Paul Kuhn die Jazztage in Leverkusen mit einem fetten Orchester und Gästen aus seiner Laufbahn als Feier zum 85. Geburtstag eröffnen sollte. Und es diente der Beruhigung, dass als Highlight des Festivals ein junger Mann, rund 50 Jahre jünger als Paulchen, dem Jazz neben Glamour auch eine Prise Frische und Jugendlichkeit einhauchen kann.
Das lässt sich Walter Bockmayer nun schon seit Jahren nicht nehmen: die Kölner Karnevalssaison schon vor dem offiziellen Termin zu eröffnen. So darf im „Scala“-Theater schon seit dem 26.9. geschunkelt und mitgesungen werden, was Hüften und Kehle hergeben.
Berühmt sind die Kamele. Diese Skulpturen, die wie echte Tiere aussehen, ebneten Nancy Graves Ende der 1960er Jahre die internationale Karriere. Auf die Ausstellung im New Yorker Whitney Museum 1969 folgte schon bald der Ankauf von zwei Kamelskulpturen durch Peter Ludwig. Heute sind sie Wahrzeichen des Ludwig Forum in Aachen – eine gefährliche Ehre, weil sie auf ihre exotische Erscheinung reduziert werden könnten.
Das schöne Wort „Netzwerk“ eroberte schleichend unser Privatleben. Netzwerke sind „in“ wie nie, obwohl kaum eine Stadt über mehr Erfahrung mit dem Klüngeln verfügt wie Köln. Wie schön, dass das heutige „Netzwerk Kölner Chöre“ bereits seit zwanzig Jahren existiert, wirklich sinnvolle Arbeit leistet und ganz freiwillig und sogar gerne seine Ergebnisse abhören lässt.
In ihrem Heimatland USA ist Tara Donovan (geb. 1969) längst etabliert, in Europa wird sie jetzt entdeckt. Ihre erste Ausstellung in Deutschland findet derzeit – in Kooperation mit dem Lousiana Museum in Dänemark – im Bahnhof Rolandseck statt.
Gefühle zu beschreiben, gehört zu den schwierigsten Aufgaben der Literatur. Dem Tanz hingegen stehen keine Worte zur Verfügung, aber die Sprache der Körper kann Gefühle auf eine tiefgreifende Weise erlebbar machen.

Liebe ohne Chancen
„Tancredi“ als queeres Drama an der Kölner Oper – Oper in NRW 06/26
Die Skyline im Blick
Benjamin Schmid in Düsseldorf – Klassik am Rhein 06/26
Klangschlacht
„Verdi Requiem“ an der Essener Philharmonie – Klassik an der Ruhr 06/26
Emotionaler Kraftakt
„Il Trovatore“ an der Düsseldorfer Rheinoper – Oper in NRW 06/26
Urbaner Sound
Kuu! in der Wuppertaler Insel – Improvisierte Musik in NRW 06/26
Mitten im Leben
„Lebensräume“ in der Photographischen Sammlung in Köln – Kunst in NRW 06/26
Zäher Überlebenswille
Silke Z über mögliche Fördermittel für Kölns Tanzszene – Tanz in NRW 06/26
Weitsicht bei Nacht
Pfingstoratorium „Die Sieben Gaben“ im Kölner Dom – Klassik am Rhein 05/26
Im Doppelpack
Joana Mallwitz trifft Alice Sara Ott in Essen und Köln – Klassik an der Ruhr 05/26
Strukturen der Lebenswelt
Carl Grossberg im Wuppertaler Von der Heydt-Museum – Kunst in NRW 05/26
Liebe gegen Perfektion
Uraufführung von Sarah Nemtzovs Oper „Wir“ in Dortmund – Oper in NRW 05/26
Erfolge in dürren Zeiten
7. Circus Dance Festival in Köln – Tanz in NRW 05/26
Altes Thema neu erzählt
„Picture a day like this“ an der Oper Köln – Oper in NRW 05/26
Der ganze Brahms
Vier Sinfonien an zwei Abenden in Dortmund – Klassik an der Ruhr 04/26
Werke der Meister
Die Scharf Collection im Kunstpalast Düsseldorf – Kunst in NRW 04/26
Der Plan des Bösen
„Freischütz“ an der Bonner Oper – Oper in NRW 04/26
Warmes Wummern
Larry Goldings Trio in Dortmund und Düsseldorf – Improvisierte Musik in NRW 04/26
Intensiver Stoff
9. Internationales Bonner Tanzsolofestival – Tanz in NRW 04/26
Zwei Wahlberliner
Simon Rattle in der Kölner Philharmonie – Klassik am Rhein 04/26
Streifzug durch New York
Leonard Bernsteins Musical „On the Town“ in Duisburg – Oper in NRW 04/26
Die Gitarre für jede Tonart
Hanno Busch in Gelsenkirchen, Köln und Viersen – Improvisierte Musik in NRW 03/26
Chorstadt rund um den Dom
Drei Konzerte an einem Tag in Köln – Klassik am Rhein 03/26
In Bochum an der Themse
„Eine Bühne voller Händel“ im Bochumer Musikforum Ruhr – Klassik an der Ruhr 03/26
Surreale Realitäten
Marianna Simnett im Max Ernst Museum in Brühl – Kunst in NRW 03/26
Unerhörte Musik
Festival Her:voice in Essen – Oper in NRW 03/26