Kulturell spielt die viertgrößte Stadt Deutschlands schon lange in einer Liga mit den großen Metropol-Magneten. Seit dem 22.7. kann sich Köln auch mit Hamburg und Berlin messen. Denn was den nördlichen Fischköppen ihre Elbphilharmonie und dem Berliner sein BER ist, dat ist dem Kölner seine Oper. Die für den 7. November geplante Wiedereröffnung platzt aufgrund von Baumängeln, die veranschlagten Kosten von 250 Millionen Euro sollen steigen, die Sanierung noch mindestens ein Jahr dauern.
Blöd nur, dass nicht alle Interimsspielstätten so lange zur Verfügung stehen werden. Hoffen wir, dass der Klassiksommer trotzdem in einen goldenen Herbst mündet. Für den neuen Generalmusikdirektor FRANÇOIS-XAVIER ROTH wird es auf jeden Fall eine besondere Herausforderung, die künstlerischen Pläne, die er uns noch im Bewusstsein einer bald fertigen Spielstätte im Interview verriet, auch ohne fertiges Opernhaus umzusetzen.
Mit unserem Monatsthema DIGITALIS zeigen wir, warum der Schutz von privaten Daten so wichtig ist und wie wir diese digitalen Bürgerrechte selbst in Anspruch nehmen können. Wir sprechen mit Falk Garbsch, Sprecher des CHAOS COMPUTER CLUB, über Rechte, Pflichten und Sicherheit von „Netzbürgern“.
Das trifft wohl auch auf die Autohändler zu, zumindest wenn es um E-Mobilität geht. Unsere GRÜNEN SEITEN waren beim Autofrühling in Köln zu Gast, wo Elektroautos eher als Mangelware unter der Ladentheke gehandelt wurden.
Das Schauspiel Köln darf übrigens trotz Opernhaus-Debakel weiter im Depot weilen, Spielzeitpause macht es trotzdem. In diese Pause hinein vermelden wir nur kurz die gute Nachricht, dass dank des Doppelpass-Fonds der Bundeskulturstiftung, der freie Gruppen mit festen Häusern in Kontakt bringen soll, das Bonner Tanzensemble CocoonDance und das Junge Schauspielhaus Düsseldorf am Stadttheater Osnabrück residieren werden. Details in unserer Rubrik THEATER in NRW.
Zu Gast im Leverkusener MUSEUM MORSBROICH sind die gebürtigen Rumänen und Zwillingsbrüder GERT & UWE TOBIAS, wo sie u.a. ihre monumentalen Holzschnitte präsentieren. Die Kunstsammlung NRW K20 in Düsseldorf würdigt derweil den Maler JOAN MIRÓ.
Vom Sommerloch ist bei den Filmtheatern nichts zu spüren. Unsere choice of choices ist SLOW WEST, ein Regiedebüt voller surrealer Momente von John Maclean. Ungewöhnlich kostbar macht diesen Neo-Western die Balance zwischen Gewalt und Humor, Spannung und Leichtigkeit. Warum auch „About a Girl“ humoristische Leichtigkeit versprüht, obwohl es um eine suizidgefährdete Teenagerin geht, verrät HEIKE MAKATSCH, die hier die Mutter spielt, im Interview.
Der August steht außerdem im Zeichen cineastischer Sonderevents.
Die STUMMFILMTAGE in Bonn (6.-16.8.) zeigen rund 25 Filme mit Live-Musikbegleitung, vom 19.-23.8. findet in Koop mit der c/o pop der Fachkongress SOUNDTRACK_COLOGNE statt. Daran gekoppelt ist das Musikfilmfestival „See the Sound“, so dass (Film)Musik in unterschiedlichsten Aggregatzuständen erlebt werden kann. Das Filmforum NRW im Museum Ludwig widmet sich noch bis Dezember mit seinen „Filmgeschichten“ dem Themenkomplex Geld.
Denn ohne Moos nix los – womit wir wieder beim Opernhaus angelangt wären.
Hier geht's zum E-Paper.
Hat Ihnen dieser Beitrag gefallen?
Als unabhängiges und kostenloses Medium ohne paywall brauchen wir die Unterstützung unserer Leserinnen und Leser. Wenn Sie unseren verantwortlichen Journalismus finanziell (einmalig oder monatlich) unterstützen möchten, klicken Sie bitte hier.

Zur Sache, Puppe
Die Filmstarts der Woche
Orgasmus in der Küche
„Auf den Bildern“ von Annie Ernaux und Marc Marie – Textwelten 09/26
Spielen gegen Radikalisierung
Teil 1: Lokale Initiativen – Das Kölner Videospiel-Studio Zweisiedlerkrebs
Mauer des Schweigens
„Eine einfache Wahrheit“ von Corinna Krenzer – Literatur 09/26
Tagebuch eines Kellerkinds
Wie Physik-Engines und NPCs einem das Leben vermiesen können – Glosse
„Spiele einfach genießen“
Teil 1: Interview – Psychologin Silke Lux über gesundheitliche Wirkungen von Videospielen
Gefühle bei Nacht
„Hands off“ im Kleinen Container auf dem Schillplatz – Kunst 09/26
Genau diese Freiheit braucht die Kunst
Das großartige Barnes Crossing feiert 20-Jähriges – Tanz in NRW 09/26
„Hitze und Kälte sind gleichermaßen gefährlich“
Sozialarbeiter Anibal Pelazas über Hilfe für Obdachlose in Köln – Gleich Nebenan 09/26
Meine fremde Wohnung
Niederlande als Vorreiter für gesundheitsfördernde Videospiele – Europa-Vorbild Niederlande
Damals in Ost und West
Positionen der deutschen Fotografie um 1980 im Museum Ludwig – kunst & gut 09/26
Große Romantik
Köln feiert vier Jahrzehnte Kölner Philharmonie – Klassik am Rhein 09/26
Kunst der Gegenwart
Jon Rafman im K21 in Düsseldorf – Kunst in NRW 09/26
Wunden und Heilung
Das 23. Afrika Film Festival Köln – Festival 09/26
„Wir meinen es sehr ernst“
katze und krieg: „damit wir überleben“ in Kölns Innenstadtt – Premiere 09/26
Einladung zum Zuhören
Zum 4. Mal Shalom Musik Festival in Köln – Festival 09/26
„Umverteilung ist das A und O“
Sozialexperte Ulrich Schneider über seine Kindheit im Ruhrgebiet, Existenzängste und den Rechtsruck – Interview 09/26
Virtuelle Resonanz
Teil 1: Leitartikel – Videospiele in der Psychotherapie
Den Bach runter
Holgers letzte Worte – 09/26
Die Erotik des Tanzes
Rafaële Giovanola erhält den Deutschen Tanzpreis – Tanz in NRW 08/26
Ein Straßenfeger im Osten des Reviers
33. Festival Welttheater der Straße in Schwerte
Keller voller Licht
25 Jahre Lichtkunstzentrum in Unna – Kunst 08/26
Musikalischer Spätsommer
Festival Classic Nights in der Abtei Brauweiler – Festival 08/26
Dauerbrenner unter freiem Himmel
Das NN Theater Freiluftfestival 2026 – Prolog 08/26
Faszination Filmerbe
Das 42. Bonner Sommerkino – Internationale Stummfilmtage – Festival 08/26