Birthday Girl
Großbritannien 2001, FSK 12
Regie: Jez Butterworth
Darsteller: Nicole Kidman, Ben Chaplin, Mathieu Kassovitz, Vincent Cassel, Kate Evans
Das Internet bietet schier unergründliche Möglichkeiten, befriedigt selbst die merkwürdigsten Bedürfnisse und lässt die Welt zum globalen Dorf werden. Ihre Wünsche mehr und mehr ins World Wide Web verlagernd, ordert die Dotcom-Gesellschaft per Tastendruck alles, was das Herz begehrt, selbst eine Braut aus dem fernen Russland ist problemlos "importierbar".Nadja (Nicole Kidman) ist so eine Braut, und sie befindet sich auf direktem Weg zu ihrem Empfänger, dem englischen Banker John Buckingham (Ben Chaplin). Obwohl Nadja kein Wort Englisch spricht und John mit dem Russischen ebenso wenig einen Vertrag hat, kommt man sich über die internationale Köpersprache näher. Was trotz aller Kommunikationsprobleme in ein Happy End zu münden scheint, wird durch die Ankunft von Nadjas Cousin Alexei (Mathieu Kassovitz) und dessen Freund Yuri (Vincent Cassel) jäh gestört. Die Liebesgeschichte verwandelt sich in ein Drama, das Leben wird zur Achterbahn."Birthday Girl" verzichtet auf jegliche dem Genre naturgemäß anverwandte Plot-Twists und besticht stattdessen durch seine Transparenz und Direktheit. Obgleich der Geschichte eine etwas verhaltenere Inszenierung gut getan hätte, kommt der interessierte Zuschauer allemal auf seine Kosten, kann sich am lebendigen Zusammenspiel der beiden Hauptakteure erfreuen und erhält an den besten Stellen gar einen Eindruck vom subversiven britischen Einfluss auf das gegenwärtige Weltkino.
(Dietmar Gröbing)
Der Filmfrühling ist angebrochen
Die erste Jahreshälfte startet mit bedeutenden Filmfestivals – Vorspann 04/25
Filmischer Feminismus
Das IFFF 2025 in Köln – Festival 04/25
Über die Todesangst
„Sterben ohne Gott“ im Filmhaus – Foyer 03/25
Alles für die Musik
Publikumspremiere von „Köln 75“ im Cinenova – Foyer 03/25
Schlechte Zeiten?
Merz im März und ernste Kost im Kino – Vorspann 03/25
Mit Trauer umgehen
„Poison – Eine Liebesgeschichte“ im Odeon – Foyer 02/25
Gute Zeiten
Wie lang darf ein Film sein? – Vorspann 02/25
Bittersüße Dystopie
„Ein schöner Ort“ in der Aula der KHM – Foyer 01/25
Zeit-Fragen
Symposium der dokumentarfilminitiative im Filmhaus – Foyer 01/25
Parthenope
Start: 10.4.2025
Ernest Cole: Lost and Found
Start: 17.4.2025
Oslo Stories: Liebe
Start: 17.4.2025
Quiet Life
Start: 24.4.2025
Toxic
Start: 24.4.2025
Volveréis – Ein fast klassischer Liebesfilm
Start: 1.5.2025
Oslo Stories: Träume
Start: 8.5.2025
Wenn das Licht zerbricht
Start: 8.5.2025
Kino als Empathie-Maschine
Warum wir Kino in Zukunft mehr brauchen denn je – Vorspann 01/25
Mission: Impossible – The Final Reckoning
Start: 21.5.2025
Oslo Stories: Sehnsucht
Start: 22.5.2025
Das Kanu des Manitu
Start: 14.8.2025
Stark durch Solidarität
„Billige Hände“ im Filmhaus – Foyer 12/24
Übers Ankommen in Deutschland
„Zwischen Sein und Nichtsein“ von Leocadie Uyisenga – Film 12/24
Toleranz zum Jahresende
Mit Kino zu mehr Empathie finden – Vorspann 12/24
Tron: Ares
Start: 9.10.2025